Verfasst von: zuerni | September 10, 2009

Halo! Bali

Familienausflug mit dem Roller

Familienausflug mit dem Roller

Am Mittwoch sind wir also vollgepackt mit sieben sachen zum flughafen in darwin. Weil wir noch einige fragen bezueglich des gepaecks und rueckfluges hatten, sind wir vorm check-in zum service desk. Dort teilte man uns mit, dass wir einen vorweis brauchen, welcher besagt, dass wir indonesien verlassen oder wir koennen nicht in das land einreisen. Zum glueck waren wir ueberpuenktlich eingetroffen, sodass wir in den letzten minuten noch einen rueckflug nach australien buchen konnten. Dieser geht am 11. November und war ein wahres schnaeppchen (60EUR fuer uns beide). So sind wir dann puenktlich gestartet und nach zwei stunden flug erreichten wir nachts bali, denpasar. Als naechstes ging es zum visa schalter und auf dem weg weg dorthin wurde eindeutig mit der todesstrafe gegen drogenhandel gewarnt. Ansonsten war der flughafen mit ziemlich vielen staturen und verzierungen geschmueckt. Am schalter mussten wir 25 US$, ca 40 EUR fuer 30 tage indonesien zahlen und konnten unser gepaeck abholen. Wieder vollbepackt ging es richtung ausgang. Bereits auf dem weg ins freie war wechselstube an wechselstube gereiht. Vor jeder stube lagen die traditionellen opfergaben und hinter jedem fenster befanden sich winkende, grinsende balinesen, die einen zu den wechselstuben locken wollten. Wir haben fuer 45EUR ungefaehr 165,000 indonesische rupiah erhalten. Im freien angekommen, standen hinter einer abgrenzung mehr als 50 menschen, die alle schilder mit namen hochhielten. Wir hatten beim balicamp (www.surfcamp.at) eine woche imvorraus gebucht, was auch das abholen vom flughafen beinhaltete. Nach 5 minuten erbittertem suchens hatten wir unsere namen entdeckt und wurden freundlich begruesst. Schon vor dem losgehen zum parkplatz, hatten sich zwei balinesen ganz flink das gepaeck unter den nagel gerissen und brachten es zum auto. Am auto angekommen verlangten sie geld. Wir schnallten majans bretter aufs dach und fuhren zum camp. Majan saß vorne, ich hinten. Als ich vergeblich nach dem anschnallgurt suchte, erklaerte mir der fahrer, dass es keine sicherheitsgurte auf der ruecksitzbank gaebe, denn diese gebe es nur auf den vorderen sitzen, dass sei so. Nagut, dachte ich mir und kurbelte das fenster runter. Auf der fahrt ins camp hatte ich schon etwas schiss weil das gedraengel, hupen, lichthupen und auffahren so doll ist, dass man sein auto breiten- und laengenmaessig echt gut kennen sollte. Auffaellig waren die vielen werbeplakate auf den groesseren strassen. In den kleineren strassen, was wir eher als gassen bezeichnen wuerden, bietete sich eine reihe von gut besuchten nachtlokalen und cafes. Nach ungafaehr einer halben stunde fahrt erreichten wir dann das camp. Beim einchecken, goennte sich majan gleich das beruehmte lokalbier „Bintang“. Ein pilsner und ich muss sagen sehr lecker. Wir kannten das bier nur zu gut, da unmengen von australiern, die bali als ihr mallorca sehen, diese biermarke auf shirts und hosen tragen. Nach der einweisung wurden wir zu unserem bungalow (nr.9) gebracht. Von den zwei etagen sollte uns die obere gehoeren. Balkon mit blick aufs camp, der pool und das moskitonetz behangene ehebett waren die ersten schoenen eindruecke. Mit zwei neuen echt leckeren bintangs waren wir dann noch eine kleine runde laufen, um uns etwas umzusehen. Direkt um die ecke ein tempel. Ganz schoen muede gingen wir ins bett. Am naechsten morgen regnete es, wir guckten aus dem fenster und was sahen wir da? Eine baustelle mit baggern, na schoene scheisse. Zum glueck sieht man aus dem anderem fenster nur bambus und die baustelle war dann auch nicht allzu laut. Als wir dann zum fruehstueck sind, war kaum jemand da, weil alle surfen waren. Man kann sich in dem camp fuer geld in bestimmte surfgruppen einteilen lassen. Jede gruppe hat seinen eigenen guide, der die richtigen spots und deren zeiten fuer die gruppe(1-3 leute) kennt. Hohe tide ist frueh am morgen gewesen, sodass die gruppen bereits ab 6uhr zu den surfspots gefahren werden. Das fruehstueck war etwas enttaeuschend. Weisses toast, marmelade, obst, chemokaese, tomate, zweibeln, kaffee und tee. Beim fruehstuecken gesellten sich dann zwei koellner maedels zu uns. Waehrend des gespraeches erfuhren wir, dass man sich ruehrei, omlett, eierkuchen und balinsesisches fruehstueck ordern kann. Mein magen fing in den gedanken an das morgige fruehsteuck schon leicht zu huepfen an. Unser plan war es ersteinmal rumzulaufen und zu gucken. So sind wir am strand entlang, der von braunen sand bedeckt war. Am strand verteilt, lagen etliche zertstoerte opfergaben. Genaueres kommt spaeter. Wir sind an vielen hotelanlagen vorbei, die direkt bis an den strand gebaut sind. An jeder anlage sind mehrere security maenner, die fuer sicherheit sorgen sollen und seit den bombenanschlaegen auf bali eingesetzt werden. Nach dem strand ging es zum supermarkt, essen bestaunen. Eigentlich kaum merkwuerdige sachen, viele importierte sachen aus australien, leibniz keckse und dazwischen die einheimischen produkte fuer wenig geld. Besonders gut gefiel mir der supermarkt aufgrund der bonbons, die man beim bezahlen an der kasse bekommt. Grund dafuer ist das fehlende wechselgeld. Fuer 1€ bekommt man ca. 15.000,00 IdR (Indonesische Rupiah) und da ein wechselgeld von 250 IdR nichts wert ist und demnach nicht existiert, gibt’s bonbons diverser geschmaecker fuer mich, denn dem majan mundets nicht. Am spaeten nachmittag war majan dann das erste mal auf bali surfen und hatte spass. Der tag endete mit einem hammer abendessen (im unterkunftspreis mitinbegriffen), welches von der indonesischen hauskoechin gezaubert wurde. Freitagmorgen sind wir frueh aufgestanden, da majan sich fuer das surfguiding eingetragen hatte und 7uhr auf der matte stehen sollte. Ich hatte gefragt, ob genug platz im auto sei, hatte mir die gute kamera geschnappt und bin mit ins auto. Mit schnulziger spicegirls musik waren wir nach einer halben stunde am spot und im gegensatz zu dem touristrand vom vortag ein reiner segen. Vier kleine holzhuetten boten sitzgelegenheiten, sowie essen und trinken fuer die einheimischen und wenigen surfer am strand. Praktisch wie leergefegt um diese uhrzeit und ringsherum eine herrlich tropische landschaft, abgesehen von all dem muell und dreck ueberall. Nach zwei stunden surf fuhren wir an reisfeldern, welche mit etlichen strohpuppen bestueckt waren entlang, sahen grasende huebsche wasserbueffel, heftige schlagloecher, obststaende, sehr viel muell, eine unglaublich gruene landschaft, familien mit vier personen auf einem roller, beeindruckende Tempel, viele strassenstaende und ulkige drachen in der luft auf dem weg zurueck ins camp. Dort wurden wir mit einem frischgepressten saft und sehr dickem fruehstueck begruesst und kein wunder warum es am vortag kaum fruehstueck gab, denn die zielgruppe surfer, stuerzt sich erst gegen mittag nach einem guten surf aufs ausgesprochen leckere fruehstueck. Bis zum nachmittag hin wurde gechillt, geschlafen und sonstwas angestellt. Um 16uhr ging es aufgrund des 10-jaehrigen jubilaeums und aufgrund des drecks zum strandsaeubern. So sind ungefaehr 30 leute mit handschuhen und muelltueten bewaffnet den strand entlang, wo majan bereits am morgen surfte und versuchten soviel dreck wie moeglich mitzunehmen. Dies ist aber bei solchen mengen an muell kaum zu schaffen gewesen und somit beschloss rudi, der eigentuemer des camps, das aufraeumen oefters in angriff zu nehmen. Die einheimischen hatten sich herzlichst bedankt, jedoch nur zugeschaut und das fehlende bewusstsein vieler einheimischen fuer eine saubere insel ist das groesste problem hier in bali. Nach dieser guten tat stand die cocktailnight bevor. Etwas angeschwipst hatte ich mich dann dazu entschieden in die nachtszene hineinzuschnuppern und fazit war, ich hatte spass. Samstag war mir aber schon ganz anders zumute. Die zwei koellner maedels, die keinen spass am surfen gefunden hatten, wollten auf der oestlichen seite (Sanur) schnorcheln gehen und nach kurzen hin und her, sind majan und ich mit an bord gesprungen. Mit einem guenstigen taxi haben wir uns den weg nach sanur gebahnt. Dort angekommen, verhandelten wir fuer umgerechnet 14euro einen schnorchelgang. Mit dem kleinen glasbodenboot sind wir zu viert hinter die wellen, nur konnte ich das nicht wirklich geniessen, da mir unentwegt schlecht wurde. Im wasser ging es dann wieder etwas besser und ich konnte mich auf die unterwasserwelt konzentrieren. Die korallen waren um die zwei meter unter uns und durch die aufgewuehlte see nicht glasklar zu erkennen, aber dafuer waren die vielen schoenen fische umso bunter und erwaehnenswerter. Nach der fahrt, hatten wir uns am strand in einem einheimischen lokal niedergelassen. Majan probierte indonesische kueche, waehrend ich mit meinem bananasaft kaempfte. Auf der rueckfahrt wurde mir letztendlich so schlecht, dass ich mich am zielort in einen kleinen bach neben der hauptstrasse von saemtlichen mageninhalten befreien konnte. Dann gab es auch schon abendbrot. Fuer den kommenden tag, stand ein tagesausflug fuer 10euro vor der tuer. Abfahrt war um neun und der erste stopp war ein hindutempel, welcher von ca. 400 affen heimgesucht wird. Mir waren die affen etwas gespenstig, doch bei majan kramten sie allesamt in der fototasche rum, benutzten ihn als eine art kletterburg und da es sich anbot, wurde gleich einmal der kopf nach laeusen durchstoebert. Von unserem leiter haben wir erfahren, dass die menschen auf bali dreimal taeglich opfergaben ablegen und dies koennen sie ueberall tuen, wo sie der meinung sind, es sei ein guter ort dafuer und so sieht man auf ganz bali an jeder ecke in jeder strasse hindus mit ihren opfergaben. Etwas informiert und entlaust ging es nach ubud, dem kulturellen kuenstlerischen zentrum balis. Wir tummelten uns auf dem stinkenden markt herum, fanden ihn dennoch sehr schoen und preiswert. Ohne kauf sind wir zu einem der vulkane, um am fusse und am see bei traditioneller kueche den ausblick zu geniessen. Wieder weiter, der naechste halt war ein gewuerzgarten mit kaffee-, kakao-, aloe- und ananaspflanzen, sowie vielen anderen. Eine genuessliche tasse kakao, kaffee oder tee ging aufs haus uns stellte auch den letzten muffel zufrieden. Im anschluss daran ging es wieder zu einem oeffentlichen tempel, bei dem das quellwasser das besondere war. Viele balinesen pilgern jaehrlich aufgrund des heiligen wassers zu diesem tempel. Man muss sich das als riesiges 4x16m becken vorstellen, welches mit etlichen verzierungen in stein gehauen ist. Das quellwasser kommt aus loechern in der wand. Jede dieser „duschen“ ist mit einer balinesischen schrift versehen. Diese steht fuer die jeweilige wirkung des wasser, beispielsweise fuer die heilung einer krankheit, den segen fuer den hausbau, die schwangerschaft und so weiter. Danach zum naechsten und auch letzten ziel, ein tempel. Um zu dem tempel zu gelangen, mussten wir viele stufen an beeindruckenden reisfeldern, die von palmen umringt waren, hinabsteigen. Zu unserem glueck fand dort eine zeremonie statt, die meist mehrere tage dauert und sahen traditionell gekleidete, freundliche frauen, kinder und maenner. Die frauen trugen riesige, schmuckvoll dekorative obsttuerme auf ihren koepfen die treppen runter und dann wieder rauf, wobei die maenner die mueden kinder in den armen hatten. Grund dafuer ist, dass die frau den goettern viel naeher steht , dadurch die opfergaben zubereiten muss und auch viel mehr arbeitet als der mann. Die aus essen bestehenden opfergaben werden vor dem altar niedergelegt und im anschluss mit nach hause genommen und dann gegessen. Direkt haben wir das nicht gesehen, weil wir aufgrund der zeremonie nicht dazu befugt waren, in den tempel zu treten. Auch wissen wir jetzt, dass gelb und weiss die heiligsten farben sind.
Ab Montag hatten wir uns einen roller ausgeliehen, womit es mit surfbrett in den sueden der insel ging. In der ersten halben stunde hatte ich enormen schiss und dachte ich kolabier jeden moment. Da majan aber die ganze sache souveraen gemeistert hat, ist das mittlerweile ein mordsgaudi, wenn man von den vielen abgasen absieht.
Gestern sind wir dann vom teuren surfcamp in ein losmen, vergleichbar mit einer pension, gezogen und haben ein schoenes zimmer mit bad, balkon, billigen bier und vielen schoenen pflanzen, sowie fruehstueck aufs zimmer fuer 6,50€. Ein wahres schnaeppchen! Nach dem umzug sind wir in die hauptstadt balis (denpasar) gefahren, um uns den groessten markt anzusehen. Vom hocker gerissen hatte der uns nun aber nicht gerade. Der markt war in einem dreistoeckigem gebaeude, was reudig roch und nachdem ich ein kleid anprobiert hatte, rannte und eine flipflop-schluerfende alte dame hinterher und wollte uns irgendein scheiss andrehen. Nach der flucht sind wir nach 15 minuten fussmarsch beim tiermarkt angekommen. Ich hatte das im reisefuehrer gelesen und so beschlossen wir uns einen ueberblick ueber den legalen tierhandel in bali zu verschaffen. Es gab tausende voegel, hamster, maeuse, huehner und haehne, katzen in super kleinen kaefigen aufeinandergequetscht. Einen affen kriegt man fuer 25 euro, eine fledermaus fuer 15euro und die preise sind nichteinmal verhandelt. Denn unsere bisherigen einkaeufe hat majan immer locker um 75% herunterhandeln koennen. Die kroenung des ganzen waren aber die suessen kleinen hundebabies, die teilweise bis zu sechst in einem gitterkaefig zusammengekauert lagen. Fotos folgen !

Der plan fuer die weiterreise ist folgender:

Wir haben uns bis Sonntag den roller gemietet (pro tag 2€). Am Montag fahren wir nach java, wo wir dann bis zum 1.oktober sein werden.
Am 1.oktober fliegen wir nach thailand. Dort werden wir uns wahrscheinlich in phuket aufhalten.
Nach ca. einer woche thailand fliegt majan nach padang (sumatra), um dort im hafen auf die sama sama zu gehen. Majan wird dann 12 tage auf der sama sama leben und wie ein beklopter surfen und spass haben.
Ich werde mich wahrscheinlich die 12 tage weiterhin in thailand aufhalten, mir die sonne auf den buckel scheinen lassen.
Am 26./27. oktober werde ich meinen flug nach bali antreten, wo ich dann auf majan treffen werde. Von da aus haben wir noch gute 2 wochen in bali.
Am 11.november werden wir gegen abend rum unseren bereits gebuchten flug zureuck nach ausralien(darwin) antreten.


Antworten

  1. Meine liebe Tinimaus, hab mich doll über deinen kleinen Roman gefreut und bin jetzt geschafft vom Lesen, habt Spaß und knuddelt euch, Omi fährt morgen nach Lofer, hab dich ganz doll lieb, alles weitere kommt durch deine Terrassentuer, knuddel, knuddel und knutsch, knutsch

  2. hört sich alles ganz schön aufregend an. hoffe die kleinen menschen sind nett zu euch und ihr habt weiterhin spass für wenig geld. wär echt cool von dir wenn du mir so 2 – 3 affen mitbringst. ok süsse, wir schreiben:*

  3. achso jaaaaaaaa, ich freu mich schon ganz dolle auf die bilder.


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