Verfasst von: zuerni | April 26, 2010

Das Reisen in Neuseeland

Mein  Flieger nach Neuseeland ging am 11.04. majan hatte mich noch schnell zum Flughafen gebracht und nach dem wiedersehens-foto, hieß es dann abschied nehmen. Die Flüge waren, bis auf das ich mich ständig übergeben musste, ganz ok, denn ich hatte einen Rennplatz im Gang. In Christchurch angekommen, sollte ich mich nach einem jubelnden Elternpaar mit wedelnder Berliner Zeitung orientieren. Leider läuft nicht alles nach Plan und so war ich es, die die beiden vorm Bildschirm der die Landungen anzeigt, entdeckte (mein Flieger war demnach noch in der Luft). Jubelnde Begrüßung wurde peinlich nachgeholt. Kurze Zeit später kam auch John vom b&b Hotel angetrudelt und dann gings endlich Richtung dusche und Bett. Dort angekommen wurden wir herzlichst mit Tee und leckeren selbstgemachten Keksen und Kuchen empfangen. Das Haus hatte trotz der braunen wände in jedem Zimmer eine herrliche Atmosphäre und einen ausgesprochenen schönen riesigen Garten. Nach der erholsamen Nacht und leckerem Frühstück,  gabs noch ein kleines Fotoshooting zwischen den Rosen und mit hausgemachtem Proviant wurden wir dann von John zur Autovermietung gefahren. Auf unseren eigenen vier Rädern sind wir dann alles für die nächste Zeit einkaufen gewesen und schon war es wieder abends. Wir haben etwas oberhalb der Stadt, direkt am Meer gecampt. Mit einem kurzen schönen Spaziergang am Meer starteten wir in den folgenden Tag hinein. Sightseeing stand auf dem Plan. Mit der historischen bimmel bahn hatten wir den CBD innerhalb von ca.15min hinter uns. Die Stadt ist jetzt nicht gerade der Brüller, hat aber hier und da ein paar nette niedliche ecken. Mit einem Kügelchen eis(hatten ausgesprochen gutes sonniges Herbstwetter bei 24C) ging es Richtung botanischen Garten, wo wir den Rest unseres Nachmittags verbrachten. Diese Nacht schliefen wir wieder nur einige Meter vom  surfbaren Meer, jedoch etwas südlicher gelegen.
Am nächsten Tag starteten wir also unsere reise. Erster reisestopp: Akaora. Das 83km entfernte Örtchen liegt südlich auf einer vorgelagerten Halbinsel, die von zwei ehemals aktiven Vulkanen geformt wurde. Die Fahrt dorthin war ziemlich schwindelerregend. Immer am Abgrund entlang, schraubten wir uns ohne Leitplanken den ehemaligen Krater entgegen und auf der anderen Seite wieder bergab. Dort angekommen haben wir die charmante Atmosphäre beim geschäftebummeln genossen. Die Straßen heißen fast alle „Rue Croix“ oder „Rue Jolie“, da sich hier die ersten französischen Siedler niederließen, das Flair ist jedoch nicht wirklich spürbar. Mama und ich sind dann noch für 20Glocken  ins „Giant House“, deren Highlight ein Garten komplett aus Mosaikskulpturen ist. Den Preis fanden wir schon echt happig, aber der mosaikgarten war echt der reinste Wahnsinn. Jede kleinste Ecke wurde so detailliert und spielvoll mit Mosaik bearbeitet, das der ganze Garten an einen Traum erinnert. Die Künstlerin heißt Josie Martin und die Website für die, die mehr wollen nennt sich www.linton.co.nz.
Nach dem Abendbrot am Hafen sind wir noch über die berge rüber und haben uns auf einem Campingplatz nahe der Route eingenistet.
Am folgenden Tag erreichten wir den leuchtenden türkisfarbenden Lake Tekapo. Kurz gebummelt, ein zwei Fotos geknipst und dann gings fit wie wir sind den Gipfel von Mt.John hinauf. Vorbei gings an einer Urlaubsanlage mit einem riesigen poolparadies, die alternativ auch Schlittschuhlaufen anbot. Nach einer Stunde erreichten wir die Spitze und hatten einen fabelhaften ausblick über die drei umliegenden leuchtend blauen Seen, welche von kleineren bergen/Hügeln umgeben waren. Auch wenn die Landschaft schön aussieht, muss man dazu sagen, dass der Osten und somit der größte Teil der Südinsel recht trocken ist. Die Wolken schaffen es nämlich eher selten den vielen regen vom Südpazifik über die hohen alpen Richtung Osten zu schleppen. Somit ist der Osten trocken und die Bewohner und Regenwälder der schmalen Westküste können sich über einen durchschnittlichen Regenfall von 7m im Jahr erfreuen. Jedenfalls sieht man nur kleinere Teile von natürlichem grün und die Seen sind mit ein bis zwei baumreihen eher dünn besiedelt, aber eben trotzdem schön. Oben angekommen haben wir uns dann noch einen Kaffee gegönnt und die Entdeckung einer toten Maus neben dem souvenirsstand gefeiert. Dem Lake Tekapo oder besser gesagt dem Mt. John wird einer der klarsten Sternenhimmel Neuseelands nachgesagt. Demnach ist der trockene John mit mehreren Sternwarten ausgestattet und lädt zu teuren touren ein. Wir beschlossen jedoch nach dem abenteuerlichen abstieg, vieler Wildhasen sichtigungen, zurück am herrlichen ufer bei Sonnenuntergang die Nacht dort zu verbringen. Im Dunkeln sind wir dann noch zur „Church of the Good Shepard“(kleine Kirche aus Stein am See, wem das Highlight nicht reichte ist zur 100m entfernten Hundestatue (auch am See, ta ta!)), das touri-fotoobjekt nr.2, um uns abseits des lichtes den Sternenhimmel anzusehen und ja es waren sehr viele Sterne. Möcht ja auch sein wenn ich hundemüde noch 2km in der kalten Nacht dafür laufen geh. Wir bekamen im Übrigen einen Stellplatz mit direkten Blick auf See und berge, die sich am nächsten Morgen beim Sonnenuntergang mit dem Himmel so ein atemberaubendes prächtiges Farbenspiel leisteten, dass es einem die Sprache verschlug. Nach dem Spektakel sind wir frisch geduscht zum Mt. Cook, der höchste aller berge hier. Hoch ist er 3756m und gehört zu den siebenundzwanzig 3000ern Neuseelands. Ansonsten wissen wir noch, dass die neuseeländischen alpen grösser sind als die von Österreich und Schweiz zusammen und sie zudem noch stolze Besitzer von 367 Gletschern sind. Die Straße zum Mt. Cook führte uns am Lake Pokako vorbei, an dem wir noch einen kurzen Spaziergang einlegten. Vorbei gings an beeindruckenden bergen links, sowie rechts, bis wir nach knapp1.5h Fahrt unser Ziel erreichten. Leider konnten wir die eigentliche Spitze des Berges nicht erkennen, weil uns so einige Wolken den weg durchkreuzen wollten. Im Tal befindet sich das angeblich berühmteste Hotel Neuseelands, welches wir in die Kategorie „hässlich“ einstufen würden. Mehr als ein Café, einem Restaurant und einem arschteurem Museum zu ehren von Sir Edmund Hillary (mit Tenzing erster auf dem Mt. Everest) im selben Gebäudekomplex gibt’s  außer touribusse und Natur nix. Kurzerhand haben wir uns, eher unüblich für durchreisende Touristen, für einen kurzen einstündigen Wanderweg zum Kea Point entschieden und lagen goldrichtig. Schlichter weg mit beeindruckender Kulisse. Der Kea(übrigens ein nz vogel)Point war dicht an den Füssen der gigantischen berge gelegen mit ausguck auf eine eisig blaue Gletscherzunge. Zurück am Hotel, siehe da, klart doch der Himmel auf und wir kriegen doch noch den höchsten Berg Neuseelands in seiner vollen Pracht zu sehen. Man mag es sich schwer vorstellen können, aber der Moment wurde noch durch das freiluftorchester und durch die asiatischen fototouris vorm Hotel unterlegt. Einfach supa!
Zurück durch die schöne Landschaft(Sackgasse!) sind wir wieder Richtung Meer. Zwischenstopp für die Nacht haben wir dann in irgendeinem Kleindorf eingelegt, bis es am nächsten morgen über Weidelandschaften mit Schafen und Schafen und Schafen wieder zur Küste ging. Man muss schon sagen, dass Neuseeland aber so was von einem Weideland ist. Und wenn es bei den Tieren nicht der Klassiker SCHAF ist, findet man Rinder, sowie eine Vielzahl von wildweiden vor. Eher selten findet man dagegen die Alpackers(?) oder so vor, welche die kleinere Version des Lamas ist. Genau, und stinknormale europäische enten, sowie enten mit weißen und schwarzen köpfen gibt’s so gut wie überall zu sehen(plage?). Ach und von den Pflanzenarten und so hatte ich ja auch noch nichts erwähnt. Der größte teil, der hier vorkommenden Natur müsste eigentlich jedem bekannt sein, da die Siedler so gut wie alles nach Neuseeland geschleppt haben, wie sie nur konnten. Da hätten wir  Birke, Pappel, linde, Kiefer, Lerche, Hagebutte, Klee, Eukalyptus…. John vom Beginn hatte uns auch erzählt wie wenig wirklich einheimische Natur Neuseeland doch hätte. Die Küstenstadt Oamaru erreichten wir gegen frühen Nachmittag. Die Stadt hat im Vergleich zu Christchurch wesentlich mehr historische Steinbauten aus den Goldgräberzeiten und eine schönere Atmosphäre. Nach der kurzen Fahrt durch die Stadt sind wir den schildern „penguin colony“ nach. Oamaru ist nämlich auch als pinguinstadt bekannt. An der Steilküste kann man dort ab 15uhr(kommen zum schlafen an Land) die kleinsten Pinguine, sogenannte BluePenguins in freier Wildbahn von einem Aussichtspunkt beobachten. Wie der Name schon sagt sind diese putzigen watschelvögel blau und erreichen eine Höhe von 25cm. Nach 3uhr sollte man den Strand aus Respekt nicht mehr betreten, da man sonst die Pinguine verscheucht(!!brauchen privatsspaehre!!). Wir haben jedenfalls erst einmal die Route zur nachbarsbucht eingeschlagen. Überraschender weise gammelten da einige robben auf den Steinen rum und ließen sich ihre plauze in der Sonne wärmen. Es war H-A-Doppel M-E-R!  Nacht gut einer Stunde und sind wir dann zum pinguinstrand. Dort lagen drei weitere robben am Strand. Der vaddi war auf Schmusekurs und wagte sich bis auf 2m heran. Wir waren echt von den Socken, dass die da einfach so am Strand herumlagen, sich nicht von uns stören ließen und sich keine weitere Menschenseele dort herumtrieb. Nachdem wir unsere 500 Bilder geknipst hatten, sind wir noch zum anderem Ende des Strandes, wo sich wieder robbenbabies und ihre Mutti auf den Felsen stritten. Aufm Rückweg sahen wir die pinguinenspuren, sowie einen toten der kleinen Pinguine am Strand liegen. Zur unserer Freude konnten wir etwas weiter entfernt den ersten Pinguin zwischen den robben in die Büsche watscheln sehen(14uhr).
Unser eigentliches Ziel war ja eigentlich die wildlife-stadt Dunedin, wo wir dann abends angekommen sind. Dunedin ist wie Oamaru eine sehr attraktive Stadt. Die eigentlichen gründe für uns war eher die vorgelegte Halbinsel otago peninsula, auf der wilde Albatrosse nisten, sowie der seltenste Pinguin  und sich robben und Seelöwen auch gerne aufhalten. Nach dem morgendlichen Spaziergang am Strand sind wir mit unserem tourbus zum albatrooszentrum. Für 20€ haben wir eine Tour mitgemacht, 3 junge, sowohl als auch 2 ausgewachsene gesehen. Hier noch ein paar Fakten:
flügelspannweite liegt bei 3m; die jungen verlassen nach einem Jahr das Nest; Albatrosse bauen fürchterliche Nester; beide Elternteile kümmern sich ums junge; sie fliegen bis zu 15ookm am Tag um Nahrung fürs junge zu finden; sie benötigen starken Wind zum fliegen und lieben kaltes Wetter; junges bringt sich das fliegen selber bei; nach Verlassen der niststelle fliegt es die nächsten 5 bis 6 Jahre um die Antarktis ohne auf Land zu landen, sie essen und schlafen auf dem Wasser, ernähren sich von der Wasseroberfläche; mit 10 Jahren sind sie erwachsen und suchen sich einen Partner fürs leben; es dauert ein Jahr um das junge großzuziehen, dies kostet den Eltern so viel kraft, dass sie erst einmal ein bis 2 Jahre Urlaub nehmen. Urlaub äußert sich in Form vom umkreisen der Antarktis. Danach geht’s wieder ans kinderzeugen.albatrosse koennen bis ins hohe alter(bsp.62jahre) kinder kriegen.  Im anschluss daran fuhren wir durch berge und taeler zum sandfly beach. Der strand hat den namen nicht aufgrund der beruechtigten sandfliegen, sondern wegen des starken windes, der den sand durch die luft wirbelt. Grund fuer unser interesse ist die kostenlose variante die seltenen freilebenden pinguine zu sehen. Es gibt noch zwei weitere straende, an denen die pinguine an land kommen, jedoch sind diese privatgelaende. Demnach bieten die eigentuemer touren ab 20€ fuer einen knappen zeitraum an ohne die gewissheit zu haben auch pinguine sehen zu koennen. Wir stellten also unseren tourbus ab und machten uns auf zum strand. Um zu dem verborgendem unterstand in den duenen zu gelangen, mussten wir an 4 riesigen seeloewen vorbei, welche sich mitten auf dem strand ausgebreitet hatten. Nach gut 40min sind wir am versteck angekommen, wo bereits zwei maedels auf der lauer saßen. Als ich dann fragte, ob sie schon irgendwas entdeckt haben, zeigten sie auf die pinguine auf dem berg und zwischen den felsen vor uns. Die waren ja so klein, dass man echt zweimal higucken musste, auch dachten wir dass die nicht ueber die felsen ans ufer gehen. In den folgenden 20min haben sich drei der pinguine den weg auf den berg erhuepft und erwatschelt. War echt putzig mit anzusehen wie die da hoch gekletter sind und zwischendurch immer aufeinander gewartet haben. Als diese dann außer sichweite waren, blieben wir noch einige minuten und machten uns auf den heimweg. Am strand sind wir den anderen touris entgegen, nochmal an den seeloewen vorbei bis papa ploetzlich einen pinguin direkt vor uns im meer schwimmen sah. Dieser kam dann auch an strand und ist so tollpatschig schnell wie er konnte in die duenen gewatschelt. Also was niedlicheres habe ich glaube ich noch nicht gesehen. Voellig gluecklich ueber die vielen sichtigungen(viele sehen nur 1 bis gar keinen) ging es in der daemmerung den anstrengenden sandberg hoch und vom obrigen aussichtspunkt konnten wir noch einen watschelmeister entdecken . also macht das 6 pinguine. Die auf dem campingplatz hat ganz grosse augen gemacht, da sie bei solch einer teuren tour nicht einen zu gesicht bekommen hat. Für den nächsten Tag hatten wir eine zugfahrt mit der Taieri Gorge Railway, die uns durchs landesinnere fuehren sollte. Also sind wir frueh aufgestanden, zum historischen bahnhof von dunedin und haben uns in der alten bahn(1920) eine gemuetliche ecke ausgesucht. Als dann der schaffner kam und wir ihm unseren beleg vorwiesen, meinte er, dass wir erst beim office die richtigen tickets abholen muessten. Er hatte sich freundlicher weise dazu bereit erklaert das zu regeln, da wir ja auch nun schon losgefahren sind. Einige minuten spaeter kamm wieder der schaffner, gab uns unsere tickets und erklaerte uns dass wir im falschem zug saeßen. Ich dachte erst, wir muessten in 2.klasse wagon oder so aber neee, wir hatten den falschen zug erwischt. Wir sind in den zug der die langweilige route an der kueste abklappert, die wir durch die hinfahrt eh schon kannten. Und aussteigen und zurueck konnten wir auch nicht, sondern mussten die mordsmaessig spannende strecke mitmachen. Die gute nachricht dabei ist, dass sich das zugpersonal fuer uns eingesetzt hat und wir am nachmittag noch unseren eigentlichen gebuchten trip machen konnten. Das beste an der ganzen sache ist aber, dass wir somit die kuestenfahrt umsonst(35€/person) bekommen haben und wahrscheinlich den rabatski der urlaubs gemacht hatten.  So mussten wir die abreise um einen tag verschieben, weil wir den ganzen tag damit beschaeftigt waren zug zu fahren. Der gebuchte trip war jedenfalls um laengen besser und fuehrte uns an einem fluss entlang, sowie an deren tiefen schluchten und schroffen felsspalten. Auf der hinfahrt konnten wir auch noch hinten draussen stehen und mussten nicht drinnen auf den baenken hocken. Im sonnenuntergang fuhren wir wieder zurueck nach dunedin und fielen im anschluss danach, sichtlich geschafft von dem vielem gesitze ins bett.
am naechsten tag machten wir uns auf den weg nach TeAnau im suedwesten der insel. Vorbei an den schafen erreichten wir TeAnau am spaeten nachmittag und kamen noch rechtzeitig um an einer gluehwuermchen tour teilzunehmen. Die tour startete 19uhr und so futterten wir noch was und brachten unseren tourbus auf dem campingplatz unter. Dann gings also los. Um erst einmal zur gluehwurmhoehle zu kommen mussten wir 25min fahren. Dort angekommen wurden wir zugequatscht waehrend kleinere gruppen von 14 leuten in die hoehlen geschickt wurden. In den hoehlen halt man sich etwa 15min auf und faehrt davon 5min mit einem ruderboot durch die dunklen gaenge (man dreeeeeeeht sich einmal im kreis) und starrt voller verwunderung an den kuenstlichen sternenhimmel und freut sich ueber die hungrigen gluehwuermchen, die umso heller leuchten je hungriger sie sind. Dann gings flott zurueck, es wurde wie ueblich kaffe und tee angeboten und dann konnten wir auch wieder zurueck. Die hoehlen und gluehwuermchen waren schon echt sehenswert und interessant schoen mit anzusehen, jedoch war ich ein wenig enttaeuscht von der ganzen aufmachung. Es wird von einem trip von 1:15h geworben, wobei man lediglich 15min in der hoehle verbringt und viel rumsitzt und einem staendig free kaffee und tee als „service“ angeboten wird. Die andere sache ist, dass mit einem bild ueber die hoehlen geworben wird, die bei weitem nicht dem maßstab entsprechen. Dem bild nach zu folge haetten die gluehwuermchen dann eine villa zur verfuegung, wie sie im buche steht. Am kommenden morgen gings frueh raus um zum milford sound zu gelangen. Der Milford Sound gehoert genau wie der Doubtful Sound(viel viel teurer) zu DEN highlights in neuseeland und der milford sound wird beispielsweise von einer halben million menschen pro jahr besucht. Das fiordland im suedwesten der insel gehoert zu dem weltnaturerbe und ist demnach entsprechend faszinieend. Die strecke zum milford sound ist allein schon durch die schiere landschaftliche schoenheit eine supertour. Der hauptgrund warum die leute zum milford sound fahren ist um an einer der bootstouren durch den fiord zu machen. Wir haben uns mir nem kaeffchen also hingesetzt, alles angebote angeguckt und fuer den nachmittag eine tour gebucht. Anfangs war das wetter nur ziemlich neblig und etwas verregnet, was sich dann aber zum nachmittag hin ziemlich verschlechterte und die sicht nicht beschissener sein koennte. Also haben wir kuirzer hand antschlossen, die ganze aktion auf morgen zu verschieben und die nacht im freien zu verbringen. Nachmittags haben wir anstelle der bootstour noch eine kurze wanderung eingelegt. Das besondere daran war, dass dieser weg uns zum MARIAN LAKE fuehren sollte, doch dauerte dieser 3h und in einer stunde sollte es schon dunkel werden. So fiel die route aus und wir machten uns noch einen netten abend im regenwald mit dem blick auf einen der vielen reißenden fluesse. Am naechsten morgen, so wie es der zufall will regnete es noch schlimmer und die sicht am milford sound schien nicht besser zu werden. Wir entschlossenen uns trotz des miesen wetters die tour zu machen, da der doubtful sound viel zu teuer ist und die wettervorhersage fuer die kommenden tage nur schlechter wurde. Gegen 10.30uhr stiessen wir also mit 6 mann an bord in den fiord. Die anfangs schlechte sicht klarte sich waehrend der fahrt auf und es bot sich eine mystische faszinierende atomsphaere. Es regnete zwar teilweise heftig aber bei 7m regen am jahr kann man nicht auf supersonniges wetter hoffen. Die mit regenwald behaengenden fiorde und den unzaehligen vielen imposanten wasserfaellen waren den stress echt wert und das schlechte wetter stellte sich nicht annaehernd als schlecht herraus, da man zumal selbst bei sonniden wetter nass werden wuerde, da der skipper ziemlich dicht an die riesigen wasserfaelle rangefahren ist.;D im großen und ganzen ein genialer trip! Nach etwas mehr als 2h(40€/person) gabs noch einen kaffee und dann gings wieder weiter. Auf dem weg zum marian lake haben wir noch schnell die sachen mit der lueftung getrocknet  und konnten dann trocken die faehrte zun majan seinem see aufnehmen. Der wander weg war echt der hammer. Es ging nur berg auf ueber stock und stein. Und man musste sich oefters fragen, ist das hier noch weg? Sind wir ncoh richtig? Geschwitzt haben wir jedenfalls alle wie die tiere, zumal die feuchtigkeit vom regenwald und der nieselregen ihren senf dazugaben. Komplett nass, erschoepft , gluecklich und voellig erleichtert haben wir nach 2 std den see erreicht. Zur unserem glueck kam jedoch, dass der nebel alles verdeckte und die sichtweite 10m betrug. Doch wie ein wunder zog der nebel innerhald kuerzester zeit davon und der himmel klarte auf, sodass wir die riesigen berge, dir gletscherzunge und den wasserfall auf der anderen seite des sees erkennen konnten. Und nachdem vaddi seinen poecker in das eiskalte wasser geditscht hatte, zog sich der see wieder zu, so als ob er sich nur fuer uns geoeffnet hatte. Nach dem genialen erlebniss sind wir den ganzen weg wieder zurueck getigert und als wir 20min von unserem auto entfernt waren, war es dann stockdunkel. Die strecke war aber dort gerade und pipieinfach im gegensatz zum rest der strecke. Na jedenfalls laufen wir da so lang, als vaddi doch die ersten gluehwuermchen entdeckte und als wir und dann genauer drauf konzentriertenmerkten wir, wie der ganze wald voll davon war und es an jeder etwas dunkleren groesseren ecke einen neuen sternenhimmel gab. Also die strecke war fuer uns jedenfalls der geilste wanderweg, denn wir je gekrakselt sind und fuer die nebeneffekte(auch dass wir seelenallein dort waren) gibt’s ein dickes bienchen ins muttiheft  lieber majan!
Am abend ging es dann noch nach TeAnau DUSCHEN:D und schlafen. Der naechste tag fuehrte uns zum nahegelegenem see manapouri. Der see ist wahrscheinlich einer der schoensten neuseelands. Leider war die kayak- ausleihestelle geschlossen, so dass wir eine 3h strecke von dem bruehmten kepler track gelaufen sind. Am nachmittag haben wir uns richtung queenstown begeben, den wir mit naechtlichen zwischenstopp erst am naechsten morgen erreichten. Tja und hier hat uns das schlechte wetter mit offenem armen empfangen. Queenstown ist bekannt als abenteuer stadt( bungee jumping(134m), canyon swind, wildwasserraften und veiles vieles maehr), bekannt fuer the remarkables( beeindruckende berge), als skigebiet und fuer die umliegende herr der ringe szenerie. Aufgrund des wetter sind wir laenger als geplant hier geblieben und koennen heute bei woligem wetter und einer schoenen aussicht das noetigste erledigen und uns langsam richtung westkueste begeben.

und tschuldige wegen der schribeweise.hatee keine zeit es zu uerbelesen, hoffe aber ihr seht irgendwie durch♥majan♥

Verfasst von: zuerni | Februar 13, 2010

Thekenfrau Zürn

Nach den etlichen probearbeiten, sowie kurzweiligen jobs kann ich endlich behaupten einen richtigen job zu haben. Ich arbeite seit Mittwoch in einem recht kleinen obst-, gemuese- und feinkostladen, wo ich hinter der theke stehe und fuer die delikatessen zustaendig bin. Mein fachgebiet beinhaltet alle moeglichen wurst-, pasta-, oliven- und andere sorten. Im grossen und ganzen schneide ich von proschutto, ueber free range schinken bis hin zu ungarischer oder mexikanischer salami alles schoen in der gewuenschten scheibchendicke und versuche diese so elegant wie moeglich auf papier zu legen. Noch gelingt mir das aber nicht allzu gut und der ein oder andere kunde geht dann mit einem knaeul wurst in den taschen nach hause. Der laden wird groesstenteils nur von supergelaunten kunden heimgesucht und diese strahlen trotz des wurstknaeuls ueber beide baeckchen und bedanken sich bei mir. Ansonsten verkaufe ich noch knusprige broiler, anachinos, pizza, hausgemachte kuchen und knabberzeugs, alle moeglichen pasta sorten(trocken), mehrere sorten oliven, die in etlichen sachen eingelegt sind, eingelegte artischoken und, und, und…. Es ist nicht immer alles vorraetig vorhanden, weshalb das angebot differiert. Ansonsten fertige ich noch einen haufen baguettes an, fuelle sachen wie kaese ab, schneide es, wiege es und preise es. Heute hatte ich beispielsweise einen kilo pinken kavier(fragt mich nicht warum der pink war) vor mir und hab den via loeffel schoen in kleine doeschen gegeben, das ganze dann gepreist und fuer den verkauf freigegeben. Fuer die verschiedenen baguettes, die wir zubereiten, benutzen wir vorgefertigte wurst, sowie kaese aus der sogenannten wurst- und kaesebox. Nun hatte ich auch schon die ehre eine kaesebox anzufertigen. Den ganzen block kaese habe ich jedoch nicht runtergeschnitten, da wir was cooles mit den enden machen. Tja diese heben wir auf, packen sie in ein tuetchen und das kommt dann in die Vakuummaschine(!). Ich find das ding total geil und fuehl mich wie der chefkoch vom herrn, wenn ich das teil bediene.

Fangen wir mal mit meinem boss an. Mein boss ist eine alte, kleine, grauhaarige italiensiche frau, die fuer ihr temperament bekannt ist und angeblich ziemlich oft rumschreien soll, was ich aber bisher noch nicht behaupten kann. Sie kocht meist, zerkleinert parmesan oder steht mitten im raum und glotzt auf den fernseher, wo ganztaegig eine itaienische soap laeuft. Die dame ist die eigentuemerin und wie man sich vorstellen kann, arbeiten alle ihre kinder im betrieb, sowie verwandte, bekannte, deren kinder, eben ein haufen italiener. Ich arbeite mit der kleinen, runden maria(itl.), der etwas groesseren, aber auch runden nicole(aussi) und sam(portugiese, maennl.) zusammen. Es sind weitaus mehr leute fuer den delikatessen bereich zugeteilt, mit denen ich bisher aber kaum zu tun hatte. Achja und ganz vergessen haette ich fast prinzess. Prinzess ist ein schoenes tier von frau. Sie ist auch italienerin und an ihrer lippe zieren zwei hervorstehende leberflecke, inklusive spriessender haare ihre fraulichkeit. Eigentlich heisst sie camelis oder so, aber sie hat sich gleich am anfang mit ihrer maennlichen stimme als princess vorgestellt. Und weil sie mir so leid tut, tue ich ihr eben den gefallen. Momentan arbeite ich noch keine langen schichten, was sich aber in den kommenden tagen hoechstwahrscheinlich steigern wird, da ich sogut wie die einzige bin, die auf viele stunden aus ist. Die bezahlung ist standard, irgendwas mit 17nochwas die stunde. Am wochenende gibt’s ungefaehr einen zuschlag von 3dollar mehr/ stunde. Und sobald ich das zarte alter von 21 erreicht habe, klingelt es etwas mehr im geldbeutel.

Desweiteren habe ich noch eine andere jobalternative. Diese gilt zwar groesstenteils nur fuers wochenende, aber ist eben eine abwechslung wert. Der job wuerde bararbeit in einem sportklub beinhalten. Was soviel heisst wie bier zapfen, getraenke aushaendigen und mit lustigen rentnern zusammenzuarbeiten. Ich haette eigentlich an diesem samstag meine erste schicht. Da wir aber nach mageret river am wochenende runterduesen, wird das erst spaeter was. Daher kann ich wenig ueber den job erzaehlen, halte euch aber auf dem laufendem.

Wie die meisten von euch sicherlich wissen, befinden majan und ich uns gerade in perth, besser gesagt in fremantle. Dieser ort liegt suedlich von perth, gehoert aber noch sogut wie zu der einizigen metropole im westen. Fremantle hat viele strassencafe, strassenbands, maerkte und bietet das rege strassenleben was ich so vermisst habe. Die leute sind meistens ziemlich entspannt und geniessen das leben am meer. Das zentrum von fremantle liegt von unserer huette gute 10minuetige fahrrad- strampeleinheiten entfernt. Wir sind im dezember kurz nach weihnachten dort eingezogen. Es sind drei kleine haeuser in einer reihe, von der wir das hintere besetzen.

Das haus hat drei raeume zum pennen, eine offene kueche, wohnzimmer mit tv, ein waschmaschinenraum, einen kloraum und ein bad mit dusche und keimwanne. Desweiteren haben wir noch einen kleinen garten, der einen kleinen gemuesegarten enthaelt. Dort hat tim, der vormieter unseres kleinen 3x4m raumes tomaten, mais, kohl, erdbeeren, paprika, schnittlauch, petersilie, feldsalat,… angebaut. Wir sind gluecklicherweise zur erntezeit eingezogen und konnten uns an den frischen sachen laben.

In dem haus leben wir mit dan und anika zusammen, beide aussis. So richtig kommen wir auf die beiden nicht klar, sind aber ok.
Dan ist 24, sieht unglaublich schwul aus, ist es aber nicht. Das hat uns ganze 2 wochen zeit gekostet ehe wir das rausgefunden hatten. Dan ist schuechtern, unattraktiv, steht ein wenig neben sich, interessiert sich fuer die nba, ist student, hat gerade ferien und sitzt somit fast den ganzen lieben langen tag im zimmer vorm laptop. Und das waehrend draussen die sonne bei 30 bis 40 grad scheint und der strand nur 5 min fussweg entfernt ist. Er brauch stunden im bad, gott weiss was er da macht. Danach liegen auf dem amaturenbrett ueberall seine haare(der guten sorte)verstreut. Wir glauben das er sich seinen pony jeden tag mit der schere zurechtstutzt. Er hat seit 2 ½ jahren eine freundin, die so gross und duenn ist wie ne giraffe, ned ihr spitzname. Trotzdem er eine freundin hat, laesst Dan bei allem was frau ist ein komentar ab. Beispiel: wir sitzen vorm fernseher und man sieht einen schlueppa, irgendeine filmvorschau mit einer schlanken frau oder irgendetwas weiblich. Da kommt von ihm nur „Woooowww…“. Anika meinte, dass er das staendig macht, ueberall, wo hin man geht. Er ist eben wie so ein kleiner junge. Vielleicht kommt das daher, weil seine freundin so unglaublich haesslich ist und er sie nur als manchmal freundin bezeichnet, wovon sie aber keine ahnung hat. Um etwas geld zu verdienen arbeitet er 2mal die woche oder so im pub. Als fortbewegungsmittel hat er ein auto, das aber soviele schrammen und beulen besitzt, dass selbst ich besser einparken kann.
Ok, nun zu anika. Anika ist 26 geworden, quirrlig, bruenett, laut, redet gern, lacht auch beim 30x ueber denselben witz, ziemlich kraeftig gebaut, hat ein superkomisches gesicht, einen zickigen zickenhauch und geht leidenschaftlich kickboxen. Anika ist unsere kleine prinzessin, die stunden im bad brauch und sich fuer die kleinsten sachen im bad zu recht macht. Die haare werden schoen mit glaetteisen bearbeitet, wenns zum sport geht. Vorige woche erst hat sie mit ihrem 3 monatigen freund schluss gemacht, per telefon. Ihre zweite leidenschaft ist magic, ihr hase, der in dem ex-waschmaschinenraum lebt. Die waschmaschine haben wir nicht mehr und muessen immer in einen salon rennen. Mit magic redet sie ununterbrochen und wiederholt sich in einer tour, wie auch uns gegenueber. Der hase ist super zutraulich, laesst sich ohne probleme kraulen und hat in anikas zimmer geschifft. Tja seit dem riecht es aus ihrem zimmer nach klaergrube und benebelt ihre sinne im schlaf. Anika ist selbststaendig und hat irgendwas mit ernaehrung studiert, mag ihren job nicht mehr und will sich jetzt was als ernaehrungsberaterin suchen. Viel mehr faellt mir jetzt ersteinmal nicht ein, werde aber wichtige dinge nachtragen.

Zusammen bezahlen wir $140/pro Woche. Das sind umgerechnet ungefaehr 80euro. Ab naechste woche geht’s dann um 10$ runter weil anika einsieht, das wir einen keinen raum fuer 2 leute haben, denn die anderen beiden zahlen nur $100 die woche. Anika wollte eigentlich im februar ausziehen, um sich in ein groesseres haus einzunisten. Nur findet die kleine maus nichts unter ihren vorstellungen, wodurch sich ihr aufenthalt verlaengert und wir uns nicht ihr grosses zimmer, mit begehbaren kleiderschrank, unter den nagel reissen koennen. Hoffen wir mal es findet sich etwas ganz schnell.

Nun zu majan. Majan arbeitet schon seit einigen wochen bei hampton transports und arbeitet mit trucks, deren rost, bremsschuhen und anderen kram zusammen. Ich seh da einfach nicht durch, weshalb ihr am besten auf seine seite geht, euch den inhalt seiner arbeit genauer durchlest und koennt dann auch gleich noch von mir versaeumte reiseerlebnisse nachlesen.

So jetzt erzaehle ich euch noch schnell die highlights der letzten wochen, monate.

Fangen wir mit weihnachten an. Dieses gloreiche fest haben wir mit den aussies erst am 25. celerbiert. Wir waren mit viel bier, meinen litern wein und stuehlen am strand und haben unsere koerper bei ueber 40grad in der sonne brutzeln lassen. Als bescherung gab es dann einen versuchten aufbruch unseres appas. Der schaden beinhaltete ein kaputtes schluesseloch auf der fahrerseite und das schlechte gefuehl, was einen plagt. Abends haben wir uns mit unseren campern hinter die duenen gestellt und weiter getrunken. Ich war lediglich die einzige, dem der alkohol zu kopf gestiegen ist und mich ergeben musste.
Sylvester haben wir am strand verbracht. Dort waren fette boxen und ein mischpult aufgebaut. Der dj war nicht unbedingt der beste. Wir hatten einen blick auf die skyline von perth und haben uns schon auf ein moegliches feuerwerk gefreut. Es wurde getanzt und gefeiert, bis kurz vor 12uhr. Dann wurde auf den countdown angestimmt. Ungefaehr zehn countdowns hatten wir und feuerwerk gab es auch keins. Verkauf von feuerzeug ist naemlich in allen staaten, bis auf das northern territory verboten. So haben wir das neue jahr mit einem schrecklichen song etwas verpeilt gestartet.
Seit anfang januar sind majan und ich offiziell mitglieder im warehouse, einem fitnessstudio, welches 500m die strasse rauf ist. Beigetreten sind wir aufgrund des unglaublichen schnaeppchenangebotes. Wir zahlen fuer 6 monate ungefaehr 120 euro, was uns unter normalen umstaenden bis zu 300 euro kosten koennte. Also gehen wir jetzt regelmaessig dort pumpen und koennen die vielen kursangebote von spinning bis zum fat burner nutzen.
Kommen wir nun zu einem anderen highlight. Es war wochenende und wir waren in der stadt unterwegs und hatten einen kostenfreien parkplatz abstellen koennen. Kostenlose parkplaetzte sind in freo(fremantle)sogut wie unmoeglich zu finden, da selbst sonntags und nachts gebuehren gezahlt werden muessen. Jedenfalls kamen wir dann von unserem bummel zurueck und sehen wir dicht der typ hinter uns eingeparkt ist. umso naeher wir auf das auto laufen, fragen wir uns wie wir das unversehrt aus der luecke schaffen koennen. Die alte karre vor uns hat den bullenfaenger von appa geknutscht und hat sich eine schoene delle beschert. Wir standen auf einer schraegen, wodurch das auto wahrscheinlich zureuckgerollt ist oder der fahrer einfach nen ding an der waffel hatte. Da wir ja nicht ausparken konnten, blieb uns nicht anderes uebrig als die bullen zu rufen. Ein wagen sei unterwegs. Beim warten kamen zwei alte herren auf das auto zu, ihnen gehoerte das auto. Der aeltere ging garnicht auf unsere fragen und das problem ein, sondern stieg einfach in das auto ein. Der „juengere“ meinte nur, dass der alte es eilig habe und schon war das auto weg. Tja dann standen wir da mit dem anderen, welcher sich als sohn von dem alten rausstellte und auch er hatte sich nicht wirklich auf das problem eingelassen, er meinte lediglich, dass er sich um den fuehrerschein seines vaters kuemmern werde. Als die polizei kam und wir allein dastanden, bestaetigte diese dass der alte nicht wirklich fahrtuechtig sei und wuenschte uns noch einen schoenen tag.

Verfasst von: zuerni | Dezember 7, 2009

Mein Leben als Putze..

Seit mitte november befinden wir uns also wieder auf australischem boden. Der flug dorthin war nicht ganz sorgenfrei. Wir hatten bereits beim hinflug uebergepaeck und nachdem wir uns mit mitbringseln fuer uns und andere eingedeckt hatten, wuchs unsere angst das alles bezahlen zu muessen. Unser check-in gepaeck betrug allein knapp 60kg und als handgepaeck schmuggelten wir noch verbotene 20kg mit. Mit etwas gemogel und glueck haben wir es dann, ohne etwas extra zu bezahlen, geschafft. Erleichert darueber erreichten wir Darwin mitten in der nacht. Wir nahmen uns ein taxi und liessen uns zum krankenhaus fahren, wo appa jetzt schon seit 2 monaten verharrte. Majan hatte vor der abreise irgendwas am auto gemacht, sodass im falle eines falles appa nicht zu bewegen waere. Nun hatte er die dinge wieder rueckgaengig gemacht, doch appa gab trotzdem kein laut von sich. Erst nach einer nacht vor ben und mirandas einfahrt und einer starthilfe vom australischen adac mit einer megabatterie, schnurrte appa wieder. Die folgende woche genossen wir die hervorragende gastfreundschaft, wie auch vor der abreise im haus von ben und miranda und den vier doktoren. In der zeit machten wir das auto wieder startklar, sprangen in den geilen pool, ueberreichten unsere mitbringsel, machten eine steuererklaerung, andere erledingungen und verbrachten leckere abende unter palmen an einer der vielen kostenlosesn bbq’s am strand, welcher durch die rot-orange-gelb verzierten klippen, besonders beim sonnenuntergang, richtig praechtig zur geltung kam.
Aufgrund der heissen weihnachtszeit und der schrecklichen schokolade in gekauften kalendern beschloss ich, dass wir uns gegenseitig einen kalender mit einem budget von 30dollern schenken muessen. Die jagd nach schnaeppchen war nicht gerade die einfachste, doch schaften wir die vollendung der kalender und ueberreichten sie uns gegenseitig. Waehrend der fuer mich gebastelte aus pappbechern mit trolligen weihnachtsmaennern besteht, deren oeffnungen mit braunem klebeband verdeckt sind, besteht die verhuellung von majans kalendertuerchen aus zeitungspapier und kleinen, wohlgemerkt selbstgemalten nummern. Von miranda gab es dann auch noch einen fuer uns beide.

Als wir dann endlich los sind, lag eine strecke von 1200km bis Broome vor uns. Da wir die sache aber etwas gemuetlicher angehen wollten, gestatten wir unseren geliebten bitter springs einen kurzen, aber dennoch unschoenen besuch ab. Wir bewaffneten uns mit schnorchel, unterwasserkamera und taucherbrille und huepften in das kristallklare warme wasser. Nach dem fotoshooting unter wasser, hatten wir genug algenzeugs in den haaren und gingen zurueck zu appa. Eigentlich ein super start, nur das der herr majan dann festellen musste, dass sich der autoschluessel nicht mehr in seiner arschtasche befand, sondern in dem flusslauf. Problem bei der ganzen sache ist, dass dieser flusslauf eine tierische stroemung aufweist und der komplette boden mit algen, baumstaemmen und anderem zeugs uebersaeht ist, sodass dies nun einer nadelsuche im heuhaufen aehnelte. Nicht gerade optimistisch sind wir dann den flusslauf abgeschnorchelt, bis majan den silbernen scheisser ausfindig machen konnte. Heilfroh gings dann ersteinmal weiter bis wir an der tanke dann die fette beule vorne unten links, auch frontspoiler genannt, wie ich so eben erfahren habe, registrierten. Beim einparken bei den bitter springs wollte der eine holzpfeiler wahrscheinlich nicht so wie wir wollten. So war die euphorie des schluesselfundes wieder hin.
Auf dem weg nach broome gings durch die bekannte kimerberly region. Diese ist im gegensatz zu der sonst so tristen und oeden landschaft mit ihren dunkelroten warmen riesenfelsen, wie man sie vielleicht aus marlborowerbungen kennen mag eine sehr willkommmene abwechslung. Wir sind meist recht frueh aufgestanden, da die extreme hitze einem das fahren tagsueber unausstehlich machte und eher zu einem nickerchen einlud. Sobald die sonne aufging war ich quicklebendig und nervte majan solange bis er aufstand. Dies war meistens gegen 4uhr, spaeter dann 5uhr, da sich der sonnenaufgang umso westlicher wir kamen nach hinten verlagerte. So hatten wir morgens einige stunden bis die sengende hitze ab 9uhr auf das land einprasselte und so konnten wir morgens auch die vielen kangaroos, wallabies(kleine kangaroos) und rinder am strassenrand grasen, sowie huepfen sehen. Im uebrigen haben wir eine liste der toten tiere gefuehrt. Die messung beginnt ab darwin und endet in broome. Auf der zurueckgelegten strecke sind wir zu folgenden ergebnissen gekommen:

1 echse
3 wildschweine
21 rinder
27 voegel, von denen zwei auf unsere kosten gehen
270 kangaroos, wallabies

Dadurch sind wir jedoch auch in den genuss gekommen, schwarze adler ganz nah zu sehen, da diese sich auf die frischen kadaver stuerzen und sich ueber die innereien hermachen. Nachmittags hielten wir meist irgendwo an, lasen oder schliefen. Wir hielten uns nur im auto auf, den auch bei starkem wind war es einem nicht moeglich den abertausenden fliegen zu entkommen. Kaum stieg man aus dem auto aus, war der ruecken bedeckt und drei dutzend schwirrten staendig im gesicht herum. Auf den rastplaetzen sah man dann die leute, ohne fliegennetz fuer den kopf, solange im auto verharren, bis die sonne untergegangen war und es keine fliegen mehr gab. Selbst morgens um 4uhr hat man sie schon vorm fenster rumschwirren sehen, wie sie sehnslichst auf einen warteten. Achja und auf dem weg nach brooma hat majan auch noch eine geniale idee entwickelt. Wir tragen das trinkwasser ja immer in 10l kanistern herum und wenn die aufgebraucht waren, kamen diese meist in den muell. Nun hat majan diese kanister aber mit leitungswasser an tankstellen oder so aufgefuellt, vorne in appas bullenfaenger eingeschnallt und abends kommen die auf die offene heckklappe, welche durch eine zeltstange gestuetzte wird und schon ist sie fertig, die dusche. Sobald es abend und fliegenfrei wurde, hiess es nackisch machen und unter den kleinen aber dennoch goettlichen duschstrahl stellen, um den tagsueber ausgeschwitzen schweiss loszuwerden. Die highlights der strecke waren majans mittelohrentzuendung, die mit antibiotika und einem teuren artzbesuch behoben werden konnte und einem roadhouse im nirgendwo, bei dem der gesamte hinterhof mit pfauen(ca. 30) und enten bestueckt war und wir sowohl ein kamel als auch einen bullen, der die groesse des kamels hatte auf einer koppel vorgefunden haben.

Nach ein paar tagen, kleinen unschoenen orten, kahlen und schoenen landschaften und etlich durchgehoerten hoerbuechern erreichten wir broome am morgen. Broome liegt direkt an der kueste und da wir das meer schon lange nicht mehr gesehen hatten und brooms cable beach fuer einen der schoensten straende australiens gehalten wird, sind wir da gleich mal hin und sind baden gegangen. Das wasser war schon erheblich kaelter als in indonesien, doch wahrscheinlich deutlich waermer als die aktuelle lufttemperatur in berlin. Der strand ist wirklich ausergewohnlich schoen. Er ist sehr breit, erstreckt sich ueber eine beachtliche laenge und das wasser ist wunderschoen blau und aehnelt katalogbildern. Danach waren wir am townbeach toast essen und als wir da so sassen und das verfettete paerchen neben uns beobachteten, faehrt ein halbnackscher knackig brauner opi auf einem mini elektrobike entlang, der als kroenung noch seine arschritze herausblitzen lies und uns das schokotoast um etliches versuesste. Eigentlich wollten wir ja in broome bleiben und dort eine arbeit finden. Wir waren im internet, haben uns nach angeboten umgesehen, doch igendwie wollten wir weiter. Den abend genossen wir noch das essen am strand beim sonnenuntergang und dank einiger kinder mussten wir uns auch nicht um die gierigen moewen kuemmern, da diese mit brum brum graeuschen um die leute rannten.

So sind wir also die westkueste runter richtung sueden. Die rinderfarm suedlich von broome, die uns eine aerztin aus darwin empfiel, war ein reinfall. Die leute waren auf ihren telefonen nicht erreichbar und als wir zu der abbiegung gelangten, welche zu der farm fuehrte, stand ein riesiges fettes zutritt verboten schild dran und da es bei weitem kein sinn gemacht haette, neben dem highway dort einige tage zu verweilen, zogen wir weiter. Naechster stopp port headland. Eine ziemlich oede industriestadt, dessen bbq platten wir fuer ein paar toasts missbrauchten. Danach waren wir in karratha, eine genauso oede stadt mit einem genauso dreckigem strand. Naechster stopp war dann exmouth, die stadt sich auf bildern schon recht gut hermachte. Wir sind erstmal zum strand, denn eigentlich ist dort surf moeglich, nur an diesen tagen nicht. Ausserdem war dieser ort sowas vom fliegenbefahl betroffen, dass die leute auf den campingplaetzten nur mit fliegennetzen herumliefen. Das andere highlight waren die emus in der stadt. Diese liefen mit ihren kindern voellig selbsteverstaendlich durch die strassen im zentrum und durch den stadtpark, das majan regelrecht erschracken, wenn die aufeinmal neben uns standen. Wir fuhren gerade aus dem einkaufszenter herraus, bogen links ab und als majan nach rechts aus dem fentser guckt, hatte er den kopf direkt vor sich. Ansonsten ist die stadt noch fuer seinen nationalpark bekannt. Dort kann man zu bestimmten jahreszeiten schlidkroeten bei der eiblage sehen, sowie mit walhaien tauchen, vorbeiziehende wale beobachten, etliche rochen bestaunen, korallenbesammung miterleben und ueber das nigaloo riff schnorcheln, sowie darin tauchen. Wir waren zur zeit der schildkroeteneiablage vor ort, nur wurden derzeit keine touren oder sonstiges angeboten. Wir sind weiter richtung sueden und haben in coral bay halt gamacht. Auf der karte hat es die groesse der vorherigen orte, doch zu unserem estauenen bestand coral bay eigentlich nur aus einer dorfstrasse. Der strand ist klein und doch ein traum, nur das der starke wind und das kalte wasser unseren geplanten schnorchelgang ueber dem riff verhinderten. Es war eine kleine bucht bei der man nur wenige meter laufen musste und schon hatte man papgaienfische und rochen um sich herum. Wir haben unseren nachmittag dort verbracht und sind nach carnarvon. Tja und carnarvon sollte nun der ort sein, indem wir uns niederlassen und fuer die naechsten monate arbeiten. Wir sind ersteinmal Sonntag angekommen, was ja nicht gerade einladend fuer die jobsuche ist. so haben wir den strand angefahren, ein nicht gerade schoener. Danach ging es auf den caravanpark. Hinter der rezeption stand ein deutscher. Harald lebt in australien, war ausgesprochen nett und ermunterte uns gleich mit den worten“hier findet jeder was!“. Am nachmittag desselben tages radelte er dann an unserer stellflaeche vorbei und meinte, dass er einen job fuer mich haette. dieser sei nur 900m die strasse runter, in dem motel. Die eigentuemer sind die, die auch den caravanplatz leiten. So sind wir da gleich hin und ich hatte einen job. Ab dem naechsten tag war ich als putze angestellt, hatte mich aber fuer mehrere sachen eingeschrieben. Dann habe ich gleich vicky und angie kennengelernt. Beide so in den vierzigern oder fuenfzigern. Angie hatte eine zerissene hose, ziemlich miese zaehne und einen schweissgeruch, der einem jegliche muedigkeit aus der seele riss und war dennoch echt nett, redete nur ununterbrochen irgendwelchen stuss. Vicky war die person mit der ich dann als team zusammengearbeitet hab. Anfangs machte ich die betten, dann erkannte sie aber die guenstige lage und lies mich klo und kueche schruppen. Der erste tag war noch ziemlich widerlich, weil ich meine handschuhe erst am folgenden tag mitbrachte, den vicky und angie putzen die kacke auch ohne handschuhe aus den klos, profis eben. Der arbeitstag stellte sich spaeter nur als ein arbeitsvormittag herraus. So lief es dann auch die naechsten tage. Um 8.30uhr fing ich an und gegen 12uhr waren wir auch schon wieder fertig. Nicht gerade rentabel und solchen spass macht es dann auch nicht.
An einem der abende schaute dann noch jan aus bowen mit zwei anderen maedels vorbei und wir verbrachten einen sueffigen abend zusammen. Am naechten tag bin ich wieder zur arbeit und am nachmittag sind wir dann zu den noerdlich gelegenen „blow holes“. Diese gehen zur richtigen tide und bei gutem wellengang richtig ab. Die loecher liegen am wasser und sind in den klippen drin. Vergleichbar sind die loecher mit dem bernard und bianca film, wo das kleine maedchen in das loch hinabsteigen muss, um den diamanten heraufzuholen. Bei einer guten welle jedenfalls schiesst eine 10m hohe fontaene aus dem loch hinaus und roehrt vom feinsten. Nach dieser erfrischung ging es auf einer unbefestigten strasse richtung gnarloo, ein guter surfspott. Bis nach gnarloo sind wir jedoch nicht gekommen, da der weg es uns unmoeglich machte die 68km zu bewaeltigen. So haben wir lediglich den darunter liegenden spot red bluff erreicht. Anfangs sah die strecke recht vernuenftig aus, doch umso weiter wir fuhren desto schlimmer wurde der zustand. Entweder die strecke war komplett mit tiefen mal weniger tiefen zuckersand bedeckt oder die strasse war uebersaeht von scharfkantigen grossen steinen und ziemlich fiesen unebenheiten, sodass wir beide sehr um appa bangten und die fahrt mit der anspannung und dem starken staubigen wind alles andere als eine erholung war. Der wind war auch so stark, dass kein surf moeglich war und ich glaube dass appa den weg zum strand nicht mitgemacht haette. Erleichtert darueber, dass keines der raeder den geist aufgegeben hat, fuhren wir nach carnarvon zurueck. am naechsten tag beschlossen wir den ort zu verlassen und es weiter suedlich zu versuchen, da sich die gegenden wesentlich besser anhoeren und besseres bieten. Wir hatten nun schon auf dem campingplatz fuer eine woche bezahlt und somit zeige ich am nikolaustag den kloschuesseln und betten den ruecken, kann die ganze sache als erfahrung abhacken und weiss, dass ich das nicht machen will. Am nachmittag desselben tages sind wir an die tanke, um den reifendruck wieder zu erhoehen. Dabei stellte majan jedoch fest, dass bereits das metal an der reifeninnenseite herrausragte. Also ab zum reifenheinie, der unsere beiden vorderreifen gewechselt hat und ueber den zustand des einen reifens schon sehr erschrocken gewesen ist. Danach meinte er, dass die spur wieder eingestellt werden muesse, da unsere vordereifen leicht nach innen neigen und sich deshalb so aufgerieben haben. Aha und auch weiss ich jetzt, dass die reifen mit metal durchzogen sind. Jetzt haben wir das auch beheben lassen und irgendwas ist jetzt schonwieder lose. Am besten ihr lest das mal auf majans seite durch, um da durchzusehen.

Morgen koennen wir dann das 6. tuerchen oeffnen. Es macht einen heidenspass so frueh aufzustehen und sich gleich auf die kalender zu stuerzen. Und ausserdem wird morgen zum letzten mal geschrubbt.

Wir werden jetzt die kueste wieder runterdackeln und in orten, in denen es uns gefaellt nach arbeit umschauen und hoffentlich finden wir auch bald was akzeptables. Also euch allen einen schoenen 2.advent und einen super nikolaus.

Verfasst von: zuerni | November 30, 2009

Schon etwas laenger her…

Die kleine schwester balis

Nachdem majan und ich wieder happy beisammen waren, verbrachten wir noch einen tag in bali und sind dann nach lombok. Lombok ist eine nachbarinsel oestlich von bali und wird oft als deren huebsche schwester bezeichnet. Wir kauften uns ein ticket bei einer busorganisation, was sich am ende des tages mal wieder als voellig nutzlos herrausgestellt hat, da es sich deutlich laenger und teurer herrausstellte als beim rueckweg, welchen wir stressfreier auf eigene faust bewaeltigt haben.
Am selben abend erreichten wir dann endlich hungrig und verschwitzt kuta – lombok im sueden der insel. Wir schmissen unsere sachen ins zimmer und machten uns auf die jagd nach einem happen zu essen, denn das kuta in lombok hat mit dem kuta in bali, ausser dem namen, rein garnichts zu tun. Wir wussten ja, dass kuta lombok etwas ruhiger sein sollte, doch das es so ruhig ist, haette ich nicht gedacht. Am strand sind wir dann auf einen ganz netten warung (einheimisches esslokal) gestossen und als der inhaber was vom besten essen in ganz kuta gefaselt hat, wollten wir uns das spektakel nicht entgehen lassen. Fuer majan gabs fisch und fuer mich irgendein tofu zeugs, geschmeckt hat es uns beiden recht gut. der strand, an dem das lokal war, war durch den vielen muell ziemlich miserabel und erfuellte nicht gerade lomboks cliche von weiten weissen straenden mit klaren blauen wasser. Beim essen kamen dann eine hand voll kinder vorbei und setzten ihren hundeblick auf, legten die vielen armbaender auf den tisch und als wir ihnen sagten, dass wir kein interesse haben, setzten sie den hundewelpenblick auf und erzaehlten uns, dass sie schulbuecher braeuchten und geld, um ueberhaupt zur schule zu gelangen. Nach 15 min hatten sie es dann aufgegeben, sind zu viert auf den roller, der fahrer vielleicht 12 und auf zum naechsten touri. Auf dem rueckweg sind uns noch wietere kinder ueber den weg gelaufen, die alle dieselbe technik verwendeten. Ziemlich k.o. von der fahrt sind wir dann aufs zimmer um endlich zu schlafen. Doch fuer mich war die nacht nicht wirklich erholenswert. Der ventilator war ein lauter arsch und hatte keinen nutzen, wodurch ich die nacht mit schwitzen und aggressionsabbau verbringen konnte. Und weil der pool so aussah, als ob der schon seit der letzten saison kein chlor mehr gesehen hat, sind wir umgezogen, ins surfers inn mit gutem ventilator, einem sauberen und geil tiefen pool direkt am strand. Der strand war zwar nicht zum surfen geeignet, hatte aber einen ausgesprochenen guten warung, der spaeter zu unserem stammlokal wurde. Als wir die ganze sache abgehakt hatten, sind wir nach einem pancake mit surfbrett und roller den osten erkunden gegangen. Bei dieser fahrt bestaetigte sich der krasse unterschied zu bali, denn ausser einer „befestigten“ strasse, die von fiesen schlagloecher heimgesucht wurde, gab es sonst nur steinige felswege und hier und da mal ein dorf, sowie unglaublich ruhige wasserbueffelherden. Die landschaft im sueden ist vergleichsweise sehr trocken und nicht so dicht wie auf bali, aber ich denke, dass das auch etwas anders aussieht wenn die regenzeit in einigen wochen anbricht. Nach etwas fahrt kamen wir an einen huegel, der mit zelten und mopeds nur so uebersaeht war. Es sah aus wie eine art arbeitslager oder so, aber was die leute dort genau machten konnten wir uns nicht vostellen. Wie sich jedoch spaeter herrausstellte, gab es dort gold und die menschen brachten steine sackweise auf ihren rollern nach hause, um das gold zu waschen. Nur war das illegal und eines tages fanden wir das militaer einige hundert meter von dem huegel, die alle enheimischen filzten und auch keine einheimischen passieren lies. Am nachmittag war das militaer verschwunden, sowie etliche zelte abgebaut und der rest, so sah es zumindest aus, machte froehlich weiter und fuhr die saecke heim. Was aus der ganzen sache geworden war, wissen wir leider nicht, da das an unserem letzten tag in lombok geschah.
Wieder zurueck zum thema. Nach einer 20min fahrt sind wir am mawun beach angekommen. Ein unglaublicher schoener strand, unser lieblingsstrand, der das cliche von lomboks straenden wahrhaftig erfuellte und dazu kam, dass man dort alleine war. Die welle, die weiter draussen brach, sah nicht vielversprechend aus und so sind wir wieter. „12 km noch!“, meinte der security, dann kommt mawi beach, ein bekannter surfspot. Die bekanntheit dieses spots merkte man gleich an dem ueberdurchschnittlichen park- und zutrittspreisen. Der strand war nicht so weit und auch zum baden war er nicht wirklich geeignet, da das riff bis an den strand ging und man einen meter im flachen wasser zur abkuehlung hatte. Der sand war auch komisch. Bei jedem schritt steckte man gleich bis ueber dem knoechel im kochend heissen sand und als majan vom felsen nebenan gesprungen war, steckte er bis zu den knieen im sand. Nach unserem kleinen schnorchelgang ist majan dann mit dem brett zu den wellen und ich habe mich am strand ausgebtobt. Denn der strand war uebersaeht mit schoenen muscheln, auch wenn diese mit den majans mentawaimuscheln bei weitem nicht mithalten konnten, habe ich mich auf die such begeben. Nach kurzer zeit (normaler weise ist er fuer 2std im wasser) tauchte majan hinter dem felsen auf, er hatte sich am riff die hand aufgeschlitzt. So sind wir also denn langen heimweg angetreten. Die wellenvorhersage war ziemlich mies und somit stand das surfen nicht wirklich zur debatte. Die folgenden tage sind wir meist zum mawun beach, wo majan seiner prinzessin dann ein schloss aus bambus gebaut hat und sich ab und zu in den mikrigen wellen versuchte. An einem dieser tage wurde unsere kamera am strand geklaut. Wir hatten es erst spaeter bemerkt als wir bereits aus dem heimweg waren und als wir wieder zurueck fuhren um nocheinmal nachzusehen, bestaetgte es sich. Die securities wurden aufmerksam und halfen uns suchen, doch sie wurde eindeutig geklaut. Am strand liefen oefters kinder lang, die aus dem dorf hinter dem strand kamen und unsere verdaechtigen waren. wir gaben die suche auf und bei der abfahrt versicherte uns der security, dass er alles in seiner macht stehende tuen werde um dem fall nachzugehen. Am naechsten tag fuhren wir nocheinmal hin und bei der ankunft, rief uns der security zur seite. Er meldete den vorfall anderen securities, die sich mit dem vorfall die nacht ueber beschaeftigt hatten und nun alle beisammen sassen und majan nach hinweisen fragten. Wir erfuhren, dass es so einen vorfall angeblich seit 13 jahren nicht mehr gegeben haben soll, zumindest haben sie alle eine sehr bedrueckten eindruck gemacht und die sache schien sie wirklich mitzunehmen. Letztendlich haben wir unsere kamera nie wiedergesehen, es tat aber gut zu sehen wie sich die securities bemueht haben und das sie dagegen sind.
da im osten nichts ging mit surfen, sind wir nach grupuk. Das liegt im westen und majan hatte den spot lediglich gemieden, weil man mit einem boot auf das riff hinausgefahren werden muss um dort surfen zu koennen. In dem ort dort angekommen, konnte man schon einige bauplaene fue die zukunft erkennen und das der ort mal ziemlich viele unterkuenfte haben soll. Also sind wir fuer umgerechnet 2,50€ zum riff. Ein echt teurer preis, bei dem ich nicht wissen will wie viel die fahrt in 5jahren kosten mag. Ich bin mitgekommen um fotos zu machen. der spot war recht voll fuer die sonst so leeren straende, doch die landschft sah toll aus vom wasser. ich sass die 2 stunden im boot und versuchte einige gute bilder zu bekommen, jedoch habe ich majan meist nur von hinten die wellen reiten sehen. Im nachhinein war majan echt zufrieden, dass einzige stoerende ist nur der preis an der ganzen sache und als wir ein anderen tag nocheinmal hinausfuhren, waren es die vielen leute die im wasser sassen und stoerten. Der line-up war echt tierisch voll und es war ein nervenkitzel zuzuschauen, wenn die drei leute die die welle hatten, slalom durch die im weg liegenden surfer machten. Wir teilten uns das boot mit zwei australiern, vater und sohn. Der vater hatte seinen jungen exra 3 wochen krank geschrieben, denn er meinte wenn in australien erst schulferien sind, ist hier die hoelle los und das hat dann nichts mehr mit urlaub zu tun. Als es nach einer stunde endlich leerer wurde, kam majan zum boot zurueck, er hatte ein loch im brett, weil irgendein klops in sein brett reinrammen musste. Wir warteten noch ein weilchen, bis die anderen beiden fertig waren.
An einem der tage fuhren wir in die noerdlich gelegene stadt praya, da es in kuta lombok keine geldautomaten gibt und wir noch eine million rupia (70€) abheben wollten. Der weg fuehrte uns am geplanten internationalen flughafen fuer lombok entlang. Dieser ist seit 2006 im bau, sollte eigentlich schon fertig sein, ist er aber nicht und der naechste zeitpunkt ist fuer 2011 gesetzt. Mit dem neuen flughafen werden 3,2 millionen touristen mehr erwartet, jedoch reicht die kapazitaet der unterkuenfte momentan lediglich fuer 800’000 menschen und so werden wohl viele am strand zwischen den hunden schlafen muessen. Apropo hunde. Die strassenhunde sahen auf bali ja schon nicht wirklich gesund aus, aber was auf lombok abgeht ist wirklich die haerte. Die hunde auf lombok sehen durch die staendigen kaempfe untereinander echt mitgenommen aus. Bei dem krassesten hund, den wir gesehen hatten, fehlte ein kompletes stueck fleisch am oberruecken und er rannte mit seiner offenen wunde herum, waehrend die anderen hunde ihre zaehne fletschten. Ein anderes bild war eine huendin mit offener schulter, die drei oder vier jungen an ihren zitzen hatte. Die laute von quieckenden und kaempfenden hunden waren ein staendiger begleiter, sobald hunde in der naehe waren. hund auf bali moechte man defiinitiv nicht sein.
Zurueck zur fahrt nach praya. Als wir nach einem weilchen fahrt angekommen waren, haben wir uns ein internetcafe gesucht. Doch wie in kuta war auch hier das internet so langsam und mies, dass wir die sache mit lombok und internet aufgegeben hatten und es einfach in bali versuchen wuerden. Eine million rupia reicher sind wir wieder richtung kuta. Auf dem weg kamen wir an einem sassak dorf vorbei. Lombok ist fuer seine haeuser im sasak stil bekannt und auch die leute sprechen sassak sprache, sodass wir mit unseren drei woertern indonesisch aufgeschmissen waren. Wir entschlossen uns dazu durch das dorf zu gehen. Beim eingang fingt uns dann ein einheimischer ab und erklaert uns, dass wir einen fuehrer braeuchten. Da er zufaellig ein sogenannter fuehrer war, spazierten wir mit ihm durchs dorf. Dieses war kein wirklich traditionelles dorf, indem jede person seiner urspruenglichen arbeit nachging, denn es wimmelte nur so von frauen, welche versuchten ihre selbstgefertigten sarong und andere waren an die touris zu verscherbeln. Wir kamen uns ein bisschen verarscht vor als der fuehrer uns zum 6x erzaehlte, das 750 menschen in 150 sasak huetten lebten. Zumindest haben wir diesen fakten auf der festplatte abspeichern koennen. Zudem erfuhren wir, dass die huetten zum teil aus wasserbueffelkacke sind, da dies angeblich vor muecken schuetzt und das das dorf eine reine inzesttruppe ist, denn das jemand von dem einen dorf einen aus dem anderen dorf heiratet ist nicht gern gesehen und das dorf welches die braut haben will, muss wasserbueffel an das andere dorf abdruecken. Etwas kompliziert, ich habe es mir mehrmals in bruechigem englisch erklaeren lassen und hoffe ich konnte es einigermassen verstaendlich wiedergeben. Wir konnten unseren Fuehrer mit einem betrag unserer wahl bazahlen, gaben einen euro und sind dann zurueck nach kuta.
Die letzten tage auf kuta haben wir wieder am mawun beach verbracht, sowie mit etwas herumgeduese in der landschaft und einem erneuten besuch in grupuk.

Wir fuhren auf eigene faust, was uns recht gut gegleuckt war, nach bali zurueck und verbrachten die letzte woche eher unentspannter. Unser plan war es ein paket nach hause zu schicken und um die inhalte wollten wir uns in dieser woche bemuehen. Das artete dann teilweise zu anstrengenden touren durch ganz bali aus und fuehrte letztendlich doch noch zur vollendung unseres paketes. Es betrug 12kg, masse von bis zu 1,5m und aufgrund der guenstigen preise kommt es als seefracht und dauert dann doch 2 bis 3 monate.

Aktuelle ergaenzung:

Wir sind seit Sonntag (1.advent) in carnarvon an der westkueste australiens und haben in der letzten woche eine strecke von 3400km hinter uns. Die konten sind leer und wir suchen arbeit. Besser gesagt sucht majan morgen, denn ich habe morgen meinen ersten tag bei einem motel. 900m fussweg vom campingplatz. Ich weiss noch nicht genau was mich dort erwartet und werde mich in dieser woche hinter einen neuen aktuellen bericht klemmen. Majan war wesentlich fleissiger und daher koennt ihr einzelheiten und berichte aus australien, sowie beeindruckende bilder aus lombok bei majan sehen. Ach und wer sie noch nicht gesehen hat, die mentawai bilder sind erste sahne mit kirsche obendrauf. Also geniesst die bilder aus der waerme.

p.s.: in den spaeten abendstunden muessen wir uns schon ein tshirt anziehen und die naechte werden auch nicht mehr durchgeschwitzt, aber der sommer beginnt ja erst. Keinen grund zur sorge also.

Verfasst von: zuerni | November 2, 2009

Die letzten Tage Thailand

Wie gesagt hatte ich ich wieder in das schoene hotel zurueck begeben und die low season preise genossen. In den tagen kurz nach majans abreise hahabe ich kaum etwas unternommen. Die wettervorhersage fuer die verbleibenden tage war ausgesprochen gut. kaum regen in der regenzeit mit viel sonne und einer enormen hitze. Tja nun konnte ich in den ersten tagen noch keine strandtage miteinbauen, da ich leider nur in besitz einer sonnencreme lsf 15 war und damit nur hoechstens 30min in der knalligen aggressiven sonne moeglich waren. Also habe ich ausgeschlafen, ganz gemuetlich gefruehstueck, mich vor den rechner gesetzt und war ein wenig in den umliegenden maerkten schlendern. Am Montag habe ich mir dann einen roller ausgeliehen und bin damit in den sueden der insel phuket geflitzt. Am anfang musste ich mich erst noch ein wenig auf das roller fahren und die blinker einstimmen, aber danach bin ich rumgesaust wie karla kolumda. Als erstes habe ich den etwas abgelegeren siam beach angefahren. Dort waren majan und ich schon oefter, nur standen wir oben an der strasse und haben uns aufgrund der heftigen regenguesse unter ein bambusdach gestellt. Fuer das betreten des strandes sollte man 100 baht( 2 EUR ) zahlen und bekam ein getraenk gratis dazu. Nachdem ich die unendlich vielen treppen hinabgestiegen war, erreihcte ich dann auch den strand, nur sonderlich schoen war er ehrlich gesagt nicht. Vom sand war sogut wie nichts zu sehen, es lagen ueberall felsen herum und zum planschen war der mini mini strand nicht wirlklich geeignet. Also habe ich ein zwei fotos gemacht und musste die 200 stufen wieder hochklettern. Durch die hohen stufen habe ich dann doch oefters eine verschnaufpause eingelegt und den dschungel um mich herum genossen. Klitschnass war ich wieder an meinem geliebten roller und bin mit ordentlich fahrtwind weiter. Auf dem weg in sueden habe ich noch einen kurzen stopp bei einem atelier am strassenrand halt gemacht und die kreativtaet bestaunt. Schon wieder klischnass. So, dann gings mit pinken roller und pinken helm zum niam beach und danach zum leuchtturm. Der leuchtturn war ganz im sueden und war beruechtigt fuer seine schoene aussicht ueber die kueste. Die aussicht war im gegensatz zum leuchtturm wirklich sehenswert, sowie ein riesiger kreis aus souvenirselefanten, die in den diversesten varianten zum verkauf standen. Weiter gings zum rawai beach. Kein wirklich schoener strand, da er mit zahlreichen holzbooten bestueckt war. Von dort aus werden shuttlefahrten fuer relativ guenstige preise zu den umliegenden inseln angeboten und wird zum baden lediglich von einheimischen genutzt. Es verlief eine kleine sandstrasse mit vielen kleinen restaurants und bummellaeden parallel zum strand. Die verkausstaende boten sogut wie nur muschelprodukte an, aber wirklich ALLES gab es dort in muscheln. Ich war selber erst voellig perplex was die alles aus den muscheln machten. Am ende der strasse gabs es dann noch einige fischstaende mit „frischen“ fisch. Dieser vermutlich frisch gefangene fisch lag ungekuehlt bei einer schattentemeratur von 33°C und wartete darauf gekauft zu werden. Das angebot reichte von bunten papageienfischen bis hin zu riesigen tintenfischen ueber muscheln in der mittagshitze. Meinen hungrigen magen habe ich dann lieber an einem obststand mit mango und ananas gestillt. Danach bin ich noch ein wenig durch die gegend geduest, noch hier und da ein paar einkaeufe erledigt und bin gegen abends kurz vor der dunkelheit wieder ins hotel zurueckgekehrt.
Die kommenden tage konnte ich meine zeit dann mit buechern und neuer sonnencreme lsf30 am strand verbringen und ging zwischen den vielen muelltueten im meer baden. Dazu muss man sagen, dass auch weitaus gefaehrlichere dinge im wasser gab. Majan hatte zuvor eine riesige holzlatte bestueckt mit naegeln und eine riesige metallatte mit scharfen muscheln, die seelenruhig in den wellen hin- un herschwammen an land gebracht. Am strand konnte ich mich erst in den abendstunden mehr auf das lesen konzentrieren, als auf das schwitzen, denn das meer war bei weitem das waermste wasser indem ich je war und keine wirkliche erfrischung.
Nach den tagen am strand mit schoenem wetter beschloss ich mich nach phuket town zu begeben, um mir das vegetarian festival anzusehen und das ulkie essen zu bestaunen. Bis in die stadt habe ich mich auf einem roller mitnehmen lassen und bin dann wie gesagt zum fesival. Dort angekommen sehe ich eine horde oberkoerperfreier jungs, die eine art altar mit sich trugen. An einem stand erhielten sie, aehnlich wie bei einem marathon wasser. Darauf folgte die naechste truppe und darauf die naechste. Sie liefen alle recht zuegig und es wirkte wie eine art rennen, nur war der boden uebersaeht von verbrauchten knallern. Doch das war es dann auch, das ende der parade hatte ich gesehen, na toll! Ich habe mir schnell ein rollerfahrer geklaert, der mich wieder zum geschehen bringt. Auf dem weg dorthin hoere ich schon ein tierisches geballer. Die truppe jungs standen eng in einem kreis, der altar im zentrum. Ueber den jungs hingen zwei 2m lange schnuere, welche vollbepackt mit knallern waren, wie so eine art knallfroesche, nur waren es millionen. Aufjedenfall wurden diese dann auch direkt angezuendet und in die truppe gehalten. Die jungs verschwanden in einer riesigen rauchwolke und einem enormen laerm. Die leute um mich herum hatten ihre ohren mit oropax oder servietten bestueckt. Nach gut 15min waren die knallerketten aufgebraucht und die jungs zogen weiter. Dem boden zu urteilen waren das nicht die ersten, sondern die letzten. Schade. Ich bin dann dem ende der parade hinterhergelaufen und war echt enttaeucht, dass ich nicht alles von anfang an mitbekommen hatte. Die halbnackten burschen liefen dann in ihrer gruppe und ihrem altar die strassen entlang. Sobald ein typ dabei war, der ein dickes seil um seinen hals hatte und so geistesabwesend seinen kopf geschuettelt hat, hockten sich die leute an den strassen nieder. Viele hatten knaller mitgebracht, zuendeten diese an und warfen sie auf die jungs. Waren auch so eine art knallfroesche, nur waren diese nicht ganz so gross. Den sinn von dem ganzen knallerbewerfe habe ich nicht ganz begriffen, werde mich darueber aber noch schlauer machen. cih bin dann zum ende der parade gelatscht. Eine strasse, vollgestellt mit irgendwelchen essensstaenden, dazwischen eine menschenmenge, die parade mittendurch und die knallerreste aus dem boden. Ich guckte mir das ende der parade an und auf einem wagen dann sah ich eine frau, die von den thais umworben wurde. Beim zweiten hinsehen bemere ich erst, dass sie sich mehrere eisenstaebe durch den mund geschoben hatte. wie sich spaeter herraustellte, seien diese menschen das medium zwischen den goettern und den menschen. Nach diesem schock bummelte ich noch voellig nass von der hitze durch die essenstaende und beschloss so schnell wie moelich eine abkuehlung zu kriegen. Ich informierte mich nur sehr schwer ueber den morgigen verlauf des festivals und fuhr zu einer eiskalten dusche. Am naechsten morgen machte ich mich dann gegen 8uhr auf den weg in die stadt und lies mich wieder zu der parade schicken. Die knallerjungs bekam ich zu sehen, nur leider nicht mehr so eine knallaktion wie am vortag. Dafuer aber bot sich ein grosses spektrum an den leuten, die sich die krassesten sachen durch die backen schoben und ihren koerper mit einer vielzahl von nadeln piercten. Man glaubt das echt erst wenn man davor steht. Von fetten macheten bis hin zu riesigen blumenstraeussen war alles dabei, aber am besten ist, wenn ihr euch die bilder davon anschaut. Neben mir sand ein etwas aeltere herr, auch touri und machte fotos. Wir unterhielten uns kurz, stellten fest, dass wir beide deutsch sprechen und gingen danach noch in ein cafe, kaffee trinken. Er ist reisejournalist und reist durch den suedoatpazifik von festival zu festival, dass ist was er macht. Halbes jahr reisen und dann wieder ein halbes jaht in oesterreich. Als naechstes stadn burma auf dem plan. dort besuche er in einem kleinen dorf, die den wassergeist heiligen. Jedenfalls erzaehlte er mir, dass das festival bereits um 5uhr startet. Jeden tag in einem anderen tempel, da wie auch in bali jeder tempel einer gemeinschaft angehoert und so jede gemeinschaft an einem anderen tag an der reihe ist. in dem tempel breiten sich die menschen auf die parade vor und er meinte was da abgeht, ist der wahnsinn und das man es garnicht glauben will. Man kann, wenn man entsprechend gekleidet ist, d.h. kleidung sollte die knie verdecken und die farbe sollte moeglichst weiss oder gelb sein, dabei zu sehen wie sie sich die sachen durch die wangen stechen, sowie das ganze zeremonielle drumherum. Das festival wird bereits seit 150jahren zelebriert und beruht auf einer krankheitsheilenden begebenheit in phuket, weswegen die menschen jaehrlich feiern.

Am Montagabend als ich wieder zureuck in bali war und mir vorbildlich die zaehne im bad putzte, schneite endlich mein majan zur tuere herein. wir haben dann ganz aufgeregt zwischen einandergequaselt, um von allem erlebten zu berichten.

Verfasst von: zuerni | Oktober 15, 2009

Thailand

ich auf dem roller

Die neuen bilder aus den letzten tagen thailand, findet ihr wie immer oben oder an der seite unter Thailand“ oder bei majan (www.majans.de)

Unser visa fuer indonesien lief am 1.oktober aus und wie bereits geschrieben, entschlossen wir einen kurzen absteiger nach thailand zu machen. Der erste flug ging recht spaet am 30.september von bali nach jakarta und weil wir nicht laenger warten wollten, fuhren wir schon etwas frueher hin. doch zu unsere enttaeuchung war der inlandsflughafen nicht gerade fuer laengeres warten geeingnet. Wir haben uns dann in einem kleinem restaurant auf dem flughafengelaende niedergelassen und als es als nachtisch noch ein eis gab, fuer majan ein spongebobeis, sah die welt schon ganz anders aus. Kurz vorm flug gingen wir nochmal alles durch und wie das immer so ist mit dem vergessen, mussten wir feststellen, dass majans stativ noch im office darauf wartete von uns abgeholt zu werden. Wir riefen schnell an, um bescheid zu geben und das wir wiederkommen wuerden um es abzuholen, also bitte behalten! Majan aergerte sich ein loch in den bauch, da er das stativ unbedingt fuer den bootstrip haben wollte.
Nach dem check-in beglueckte sich majan noch schnell vor dem flug noch mit ein zwei drei bierchen. Zum glueck ging unser flieger erst am naechsten morgen von jakarta aus, denn unser flieger dorthin verspaetete sich um mehr als eine stunde und die nervoesitaet bei den mit einem anschlussticket nach wien und brasilien stieg gewaltig. Nach ewiger warterei wurde der schalter endlich geoffnet und wir konnten an bord. Waehrend des fluges sass mir majan schon fast auf dem schoss, da in dem flugzeug alles dem asiatischen standard entsprach und die beinfreiheit selbst fuer mich schon zu wuneschen uebrig lies. Von jakarta ging unser verbindungsflug nach kuala lumpur erst am naechsten tag um 5uhr frueh, also hiess es schlafplatz suchen. Der flughafen war, wie die meisten geschaefte in indonesien durch die klimaanlage auf unmenschliche temperaturen herruntergekuehlt. Wir entschieden uns trotzdem fuer drinnen, weil es draussen zu heiss war. Ueber die fernseher am flughafen erfuhren wir dann, dass es zwei schreckliche erdbeben vor sumatra gab und die stadt padang stark zerstoert wurde. Zufaelliger weise war das auch die stadt, in der majan in 14 tagen sein wollte, um vom dortigen hafen seinen geilen surf bootstrip vor den mentawai inseln anzutreten. Nach den unscheonen neuigkeiten, hollte sich majan noch schnell vor ladenschluss ein bier und ueberwachte die ganze lage waehrend ich mir ein unbequemes nickerchen auf dem fussboden goennte. Der flug am naechsten morgen verging ohne schwierigkeiten und aufgrund der erfahrungen des ersten fluges, erwaehnte ich das beinproblem und schwubdiwub bekamen wir sitze am notausgang mit reichlich beinfreiheit.
In kuala lumpur verspaetete sich der flug nocheinmal um knappe 4 stunden, die wir damit verbrachten eine voellig ueberforderte elterngruppe mit ihren kleinen kindern zu beobachten. Sehr amuesant und laut. Als wir endlich in phuket angekommen waren, wartete der gebuchte shuttleservice vom hotel bereits einige stunden auf uns in der knallen sonne. Im chaba hotel angekommen, konnten wir gar nicht glauben in was fuer einer luxusabsteige wir gelandet waren. Riesiges offens zimmer mit tausend spiegeln, einem riesigen ehebett, einem tv mit deutsche welle kanal, kuehlschrank, sehr sauberes und schoenes bad, klimaanlage, hotelpool, einem superleckerem fruehstueck und einen sehr freundlichen personal. Diesen luxus konnten wir uns nur leisten, weil in thailand gerade nebensaison ist. Zum einen regnets dadurch viel, zum anderen sind aber auch die kosten deutlich geringer. Wir entspannten kurz im zimmer, liehen uns im nachbarhotel einen roller aus und bekamen die dazugehoerigen helme. Als majan dann den helm aufsetzte, konnte ich mich nicht mehr halten vor lachen und mit rannten die traenen nur so ueber das gesicht. Der helm war uns beiden viel zu klein, doch die frau meinte, es gaebe hier nur eine groesse, standard eben. Die helme waren echt unmoeglich und bei einem sturz wuerden die sicher nicht helfen. als majan feststellte, dass die dinger nur mit styropor gefuellt waren, schnappte er sich bierflasche und mueckenspray und haemmerte solange auf die zu kleinen stellen ein, bis es passte.
Eigentlich wolten wir das schniecke hotel nach 2 naechten verlassen, doch nachdem wir uns in anderen hotels umgesehen hatten und der manager aus dem hotel uns einen guenstigeren preis vorschlug, entschieden wir uns die naechsten tage dort zu verbleiben.

Unser hotel befand sich im suedoestlichen teil von phuket am kata beach, doch der surf sah dort sehr anstrengend aus. Wir erfuhren, dass es weiter noerdlich noch einen echt guten spot geben wuerde und begaben uns sogleich mit dem roller richtung kalim beach. Der spot sah etwas besser aus, jedoch nur bei hoher tide wirklich surfbar, da der boden mit steinen uebersaeht war. Da wir keine surfbretthalterung am roller hatten, musste ich das surfbrett an mich klemmen und aufpassen, dass der wind es mir nicht aus den haenden reisst. Die kommenden tage sah es am kata beach immer besser aus, sodass wir den weiten windigen weg zum kalim beach nur ohne surfbrett machten. Als es die letzten tage vor majans abreise dann mit den wellen kleiner wurde und viel sauberer lief, hatte ich mir am strand einige male ein brett fuer 2 EUR/h ausgeliehen. Es lief echt gut und ich habe meinen besten ritt in der gruenen welle allein majan zu verdanken, da er, als ich raus wollte um das brett abzugeben, meinte „los komm eine noch“. Tja und genau die eine war die geilste und laengste welle, die ich bisher hatte und das war ein echt hammergeiles gefuehl.

Bei einem unserer nachmittagsausfluege statteten wir dem bidbuddha einen besuch ab. Dieser ist mit sockel 45m hoch und steht auf einem berg in phuket, sodass man ihn von fast ueberall sehen kann, sogar aus dem wasser beim surfen. Der mit marmor bestueckte buddha befindet sich zur zeit noch im bau, sieht aber trotzdem beeindruckend aus. Leider konnten wir an diesem tag keine bilder machen, da der graue himmel nur so vor sich hinschuettete, wodurch wir ein zweites mal den berg mit unserem roller hinaufduesen mussten. Jetzt haben wir die bilder im kasten und konnten den trockenen ausblick geniessen. Beim rollerfahren habe ich auch zum ersten mal elefanten am strassenrand gesehen, auf denen man als touri auf sogenannten trekking touren reiten kann. Das ganze kann man als paket buchen und waehlen, ob man danach noch eine affenshow oder elefantenshow sehen moechte oder eben beides. Den geruch beim vorbeifahren habe ich zumindest immer genossen, doch die tiere sind neben den hauptstrassen eng angekettet, weben den lieben langen tag vor sich hin und tun einem echt leid. Was in thailand auch noch ziemlich abgefahren ist, sind die vielen schiessbuden, die es sogut wie in jedem groesserem shoppingcenter gibt. Die laeden sind nicht wirklich gesichert und sind fuer die leute so selbstverstaendlich wie ein nanunana im forum. Das ist schon echt krass. man kann einfach reinspazieren, waehrend 5 m von einem entfernt mehrere leute mit einer geladenen waffe vor sich hinballern. Es steht zwar jemand neben dem typen der schiesst, jedoch wenn der wollte, koennte der sich auch locker umdrehen und kurzer hand jemanden erschiessen. Also viel halte ich von deren sicherheitsvorkehrungen nicht.

Die naechsten tage verbrachten wir nicht wirklich erlebnissreich. Wir fuhren etwas etwas durch die gegend, genossen die landschaft und das roller fahren an sich. Unser ueblicher tagesablauf verlief meistens wie folgt:
Wir sind gegen 8 aufgewacht, haben dann ersteinmal deutsche nachrichten geschaut. gegen 10uhr sind wir meistens zum fruehstueck geschlendert, haben uns danach wegen dem vollem magen nochmal ausgeruht. danach ging es zum strand surfen und wenn die sonne schien, sonnten wir uns noch kurz. Danach ging es wieder zurueck zum hotel duschen, etwas entspannen und was kleines essen. Am nachmittag haben wir dann meistens, soweit es das wetter zulies die insel mit dem roller erkundet. Gegen sonnenuntergang sind wir meistens essen gegangen und dann wieder ab auf das zimmer. Die zeit, welche uns am anfang ewig lang vorkam, rannte in den letzten tagen immer schneller und schon war es dienstag.

Am dienstag hiess es dann abschied nehmen. Wir brachten mich zum hostel in der stadt, stellten majans sachen dort unter und bemerkten wie abnormal eng und klein das ding von zimmer war. Die tueren konnte man auch nicht abschliessen und sind fuer jeden jederzeit zugaenglich. Naja wir sind dann erstmal los und verbrachten den rest des tages im cafe mit fotos bearbeiten. Abends habe ich majan noch zum flughafen gebracht und nach einem sauteurem letzten bierchen habe ich ihn am security check abgeliefert. Wieder zurueck im hostel hab ich mich noch hinter den rechner geklemmt und bin dann auch ins zimmer. vierbetten auf deutlich zu wenig raum. Ich schlief oben und hatte ein zimmer mit ventilator. Kurz vorm bett gehen, hatte ich mich noch mit einem aelterem mann unterhalten, der mir davon berichtete, dass er gerade eine blutvollgesaugte bettwanze zerdrueckt hat. Glueckwunsch! Mein zimmer war direkt neben seinem und als ich zu bett ging, entdeckte ich deren kacke auch schon ueber meinem bett. Na super nicht schon wieder! Die nacht war demzufolge auch echt miserabel und ich hatte kaum ein auge zugekriegt. Von den bettwanzen blieb ich diese nacht verschont, doch widerten mich die stark vergilbten bettlacken und kissen so an, dass ich mich noch in der nacht dazu entschied ins chaba hotel zu gehen um nach einem besserem preis zu verhandeln. So bin ich am morgen noch kurz unter die duschen. Es waren gemeinschaftsduschen mit vorhang. Es gab auch duschen und klo in einem, aber sehr eng aneindander und die schloesser konnte man auch nicht verriegeln. Entweder waren sie herrausgebrochen oder die tueren gingen erst garnicht zu. Schuhe durfte man eh im ganzen hostel nicht benutzen, man musste barfuss laufen und im bad konnte man waehlen zwischen gemineschaftslatschen oder barfuss. Ich setzte mich vor der abreise nochmal an den computer und unterhielt mich wieder mit dem aelterem mann. Der habe sich gerade seinen zahn ziehen lassen und half mir bei der suche nach einer neuen unterkunft. In allen gasthaeusern oder hostels standen aktuelle kommentare ueber bettwanzen. Der aeltere mann reist schon seit 5 jahren durch asien und erzaehlte mir, dass in malaysia und thailand sogut wie jedes gasthaus und hostel bettwanzen hat. Ich packte also meine sachen, nahm den oeffentlichen bus richtung kata und schneite im alten hotel rein. Ich erklaerte die lage robin lee, dem manager des hotels, welcher mir einen rabatt gab und ich mich entschied die restlichen tage bis zum 26.10 im chaba hotel zu geniessen. Ich werde versuchen die tage einen thai boxkampf zu sehen und werde mir fuer ein oder zwei tage einen roller leihen, um etwas durch die gegend zu duesen um ein wenig zu erleben. Das wetter fuer die zeit sieht auch echt hervorragend sonnig aus, womit ich ein paar tage am strand verbingen werde und ueber das, was ich sonst machen werde, werde ich euch auf dem laufendem halten.
♥Majan♥ ist uebrigens sicher auf dem boot angekommen, findet alles ueberwaeltigend und kann sich vor endorphinen gar nicht mehr retten. Ich drueck die daumen fuer saubere geile wellen und fuer ein wenig sonne, da die vorhersage fuer die mentawai inseln eine 100%bewoelkung und viel regen angibt.♥

Verfasst von: zuerni | Oktober 14, 2009

Vertagung

mit dem von majan angekuedigtem bericht, sowie den neuen bildern aus thailand kann ich euch erst morgen begluecken, da der tag heute noch etwas stressig war aber falls ihr etwas ueber majans bisherigen erlebnissen vor dem gloreichen bootstrip erfahren wollt> www.majans.de

Verfasst von: zuerni | Oktober 4, 2009

Neue Bilder

Balangan Beach

so die bilder aus unserem indonesien gereise sind drinne. nehmt euch zeit. es sind eine menge und falls euch das nicht zufrieden stellen sollte, gibt es auf majans seite auch einige neue bilder zu entdecken.

Verfasst von: zuerni | September 24, 2009

Nix mit Java

wordpress-tini

Nachdem wir umgezogen waren, hatten wir die naechsten tage mit rollerfahren und etwas sightseeing verbracht. Am Donnerstag fuhren wir mit unserem pinken fahrgestell nach canggu, wo majan sich am morgen in den wellen austobte. Von dort aus sind wir weiter in den westen. Da es nur sehr grobe und ungenaue strassenmaps, sowie sehr seltene strassenbeschilderung gibt, ist es immer etwas schwer sein ziel auf direktem wege erlangen. Doch mit dem roller unabhaengig durch die gegend zu duesen und rum zu gucken, ist vermutlich das schoenste was man auf bali machen kann. Und bei spritpreisen von 0,35ct. pro liter und wenig verbrauch lohnt sich das allemal. Nun war unser ziel aber „tanah lot“, der touritempel schlechthin und somit halbwegs ausgeschildert. Das besondere an diesem tempel ist, dass er sich im wasser befindet und deshalb auch DAS fotoobjekt auf bali ist. Nach etwas fahrt, erreichten wir die eingangstore, bezahlten jeweils 70ct eintritt und stellten den roller ab. Majan ass noch schnell ein schlecht aufgekochtes mie goreng mit ei und dann sind wir richtung tempel gestapft. Mie goreng ist eine portion asia nuddeln mit huehnchen, gemuese und ei. Bei mir und majan gibt’s das aber ohne fleisch. Nasi goreng ist das gleiche, nur mit reis. Diese zwei gerichte gehoeren zu den hauptspeisen der balinesen und schmecken, wenn sie nicht gerade aus der 5 minuten terrinen verpackung kommen, sehr sehr lecker und sind zu dem mit 50ct bis zu 1€ das guenstigste was man kriegen kann. Alternativ leckeres billigessen aus der indonesischen kueche fuer einen vegetarier waere dann noch cap cai (tschap tschai gesprochen), welches nur aus gekochtem gemuese besteht und auch sehr lecker sein kann. Jedenfalls ging es nach majans schlechtem mittag durch die vielen staende, aehnlich dem polenmarkt, zum tempel. Ich hatte mir noch schnell ein tuch ueber die unerwuenscht freien kniee gebunden und dann sind wir durch einen ueberraschend saubereren und schoen angelegten park zu einer plattform, um den tempel zu sehen. Der tempel sah ganz nett aus und wirkte nur so toll wegen der riesigen wellen, die an ihn klatschten. Danach ging es gleich weiter und nachdem wir uns beim naechsten ziel verfahren hatten und ueber eine stunde durch die gegend gekachelt sind, kam uns doch ein rettungsschwimmer, gesponsert von coca cola und quicksilver, auf einem roller entgegen und wollte uns zum ziel fuehren. Mir fiel es erst garnicht auf, doch als majan mich darauf aufmerkam machte, dachte ich, ich spinne. Da hatte der typ doch ernsthaft ein lebendes huhn, welches an den beinen zusammen gebunden war, in der linken hand und hielt dieses auch noch an den fluegeln fest. So ist der dann auch los, mit dem huhn in der linken hand und in der rechten den lenker. Netterweise hatte er das huhn etwas in den windschatten gehalten, sodass das nicht voellig ne ralle kriegt. Letztendlich wollten wir nicht dahin, wo er uns hinbrachte und wir fuhren den langen weg mit schmerzendem poecker und sonnenverbrannter haut (sonnemilch vergessen) zu unserem losmen zurueck.
Freitag waren wir zwischen den engen gassen in kuta bummeln, haben uns am abend bei einem schlechten italiener den magen vollgegessen und sind im anschluss daran ins naechtliche partyleben eingestiegen. Ich hatte noch gar nicht erwaehnt, dass die securities bei den gaesten mit fetten knarren am eingang der clubs maechtieg eindruck hinterlassen, der terrorgefahr wegen. Der Samstag verlief dann dafuer relativ ruhig mit schlafen und filmen gucken. An unserem letzten tag in bali, den Sonntag, sind wir in den sueden der insel. Fuer die tage war ein sehr hoher wellengang angekuendigt, sodass am straend vor unserer tuer grosse, rote totenskopfflaggen im sand steckten und strengstes badeverbot galt. Im sueden von bali liegen die beruehmten surfspots, wie padang padang, impossible und ulu’watu. Nachdem wir uns einen ueberblick verschafften, liessen wir uns bei ulu’watu in einem cafe mit blick richtung meer nieder. Davon gibt es dort ungefaehr zwanzig. Alle waren knackevoll und im wasser waren nicht viele surfer, die versuchten es mit den riesigen wellen aufzunehmen. Man kann sich das wie beim fussballspiel vorstellen. Die leute in den cafes saßen alle voellig gespannt da, ob sie nun die welle bekommen oder nicht, fieberten mit wenn sie die welle ritten oder von der 3- 4m hohen weisswasserwand ueberrollt wurden, sowie man ein „uuuhhhh..“ , „aaahhhh…“ hoerte, sobald einer stuerzte. Solche riesigen wellen habe ich jedenfalls noch nie gesehen und erst recht nicht leute, die so etwas echt surfen.
Montag sind wir dann nach java aufgebrochen. Mit dem vielen gepaeck ging es per taxi zum busbahnhof. Dort angekommen, rannten uns gleich mehrere leute entgegen, wollten unser gepaeck tragen oder uns ein guenstiges ticket mit touripreis verkaufen. Es war alles ziemlcih hektisch und verwirrend und dann saßan wir auch schon im bus. Wir zahlten ca. 4 € pro person und weil wir soviel gepaeck hatten, zahlten wir fuer drei personen. Die surfboardtasche landete im fuerchterlich dreckigem heckfach. Als wir in dem bus saßen, realisierten wir ersteinmal den zustand des buses. Keine klimaanlage, alles rostig, sehr alt und die unbequemsten sitze, doch zum glueck saßen wir hinten. Die anderen busse hatten anderes komfort, waren aber auch fuer langstrecken (10 bis 15 stunden). So saßen wir da, als einzige auslaender und wurden angeguckt wie aliens. Nach dem der busfahrer nach einer ewigkeit losfuhr, ertoente ein so lautes gedroehne aus den auspuff wie ich es noch nie zuvor gehoert hatte. Selbst die menschen auf den strassen guckten und die sonst so draengelnden rollerfahrer fuhren an den strassenrand, um der dunklen smogwolke zu entfliehen. Zu unserem uebel durfte noch geraucht werden und weil in bali sogut wie jeder raucht, wurde gequalmt bis der arzt kommt. Nun war ich ja schon durch brasilien auf gruseliges bus fahren vorbereitet, doch sowas hatte ich nicht erwartet. Das auf bali ein reinstes verkehrschaos herrscht und die leute ueberholen als gaebe es keinen morgen, wurde mir auf dieser fahrt umso deutlicher. Der fahrer fuhr krass auf, belegte die mittelspur und fuhr dann mit einem kraeftigem tritt auf das gaspedal wie ein sausewind an den lastern vorbei. Doch klappte das nicht immer, da er selbst in nicht ansatzweise einsehbaren kurven und bruecken versuchte zu ueberholen. Der gegenverkehr hatte auch so einen affenzahn drauf und wenn sich zwei busse entgegen kamen, fingen sie beide wie die bekopten an zu hupen, um dem entgegenkommenden mitzutelen „ICH komme“. Wenn man dann denkt„ jetzt ist es vorbei! “, wird einer der beiden widerwillig auf seine spur zurueckgelassen. Da kann man selbst in jungen jahren einen herzkasper erleiden uns somit hatte ich beschlossen, einfach so zu tun als ob nichts waere, um voellig entspannt aus dem fenster die natur zu betrachten. Waehrend der fahrt wurde sich ordentlich an den schwarzen kotztueten bedient, die buendelartig an der decke befestigt waren.Wenn wir ueber einen fluss fuhren, sah man meist muell drinnen schwimmen und mittendrin die nackten allen alters. Sie wuschen sich im braunem fluss. Des oefteren wurde dieser auch als AA entleerung genutzt. Nach der anstrengenden fahrt, erreichten wir im dunkeln das faehrenterminal. Kaum hatte der fahrer die tueren geoeffnet, stuermten haendler mit allem moeglichen zeugs, meist verpflegung, in den engen bus und versuchten jedem etwas von ihren waren anzudrehen. Als wir auf java waren, wurden wir gefragt wo wir denn hinwollten. Wir hatten nur den namen eines hotels, welcher in den diversesten betonungen durch den bus gerufen wurde und keiner wusste letztendlich etwas damit anzufangen. Auf einmal hielt der bus, wir sollten raus. Wir hofften auf ein taxi oder anderweitiges transportmittel, doch es bot sich lediglich so eine art velo taxi. Nachdem der erste heinie unser gepaeck mit viedeokamera deftig auf den boden aufprallen lies, lehnten wir dankend ab. Als wir nach einigen hundert metern voellig k.o. den ersten englisch sprechenden menschen trafen, erfuhren wir, dass es noch ueber 3 km zum hotel seien. Taxi oder etwas der gleichen gibt es nicht, wir waren also auf die strampelleute angewiesen. Diesmal nahmen wir zwei und kamen heil im hotel baru an. Ein tipp des lonely planets(reisefuehrer) und voelliger mist. Die kackerlaken waren so gut wie ueberall, das zimmer die letzte absteige mit einem widerwaertigem bad. Das war dann noch die kroenung des tages. Neben uns hauste ein typ aus suedarfika, der mit roller die inseln indonesien erkundete. Nach einem ausgiebiegem gespraech mit ihm, beschlossen wir das bereisen von java zu verschieben. Wir sahen den typen als eine art bote auf den wir lieber hoeren sollten und die ganze sache abbrechen. Ich meine, man haette es versuchen koennen und wahrscheinlich auch schoene erlebnisse gehabt, doch dachten wir uns nur, dass wir keine lust auf den ganzen bevorstehenden stress hatten und es lieber locker und flockig wollten, wo der genuss des reisens weit ausgiebieger sein wird. Am naechsten morgen ging es gleich frueh los, auf nach bali. Nachdem wir den aetztenden trip gleich nochmal hinter uns hatten, waren wir heilfroh wieder zurueck zu sein. Wir blieben 2 tage auf bali, liessen einiges gepaeck bei der unterkunft zurueck und zogen auf die gili inseln. Diese inseln gehoeren der oestlichen nachbarinsel balis, lombok, an und koennen in jeweils einer stunde umlaufen werden. Diesmal chekcten wir uns bei einer tourifirma ein. Der transport war zwar immernoch ziemlich scheisse, aber wesentlich angenehmer als mit den oeffentlichen knackevollen bussen, gerade mit den brettern. Abends erreichten wir dann gili trawangan, die partyinsel der drei gili inseln. ich wartete eine stunde mit dem gepaeck vor einer surfschule als majan zurueck kam und meinte kaum etwas gefunden zu haben, alles ausgebucht. Grund dafuer war das bevorstehende ende des ramadhan. Die muslime reisen zu ihren familien um die ganze sache zu feiern, so eine art weihnachten eben. Und da sie nicht alle verwandten bei sich unterbringen koennen, sind die unerkuenfte bis aufs letzte ausgebucht oder geschlossen, da die eigentuemer verreist sind. Es herrscht ein ausnahmezustand, vor dem wir auch gewarnt wurden. Wir sind dann beide losmarschiert, bis wir auf der strasse von einem zimmervermittlerboy angequatscht wurden. Wir wurden fuendig. Das bad war ziemlich ekelerregend, doch wollten wir uns einfach niederlassen, in der hoffnung morgen etwas besseres zu entdecken. Noch am selben abend bei einem bier, fanden wir eine recht vernuenftige unterkunft. Am naechsten morgen nach dem fruehsteuck schnappten wir unsere sachen und zogen um. Die unterknft war wesentlich schoener und fruehsteuck war inklusive. Wir hatten und haben immernoch kein bock schon am morgen nach fruehstueck rumzurennen. Das wasser aus der dusche roch zwar immernoch nach faulem ei, aber nun gut. Die inseln sind von dutzenden riffen umgeben und der perfekte ort fuer alle schnorchel- und taucherfreunde. Eigentlich war so ein bisschen schorcheln unser ziel, doch als sich auf majans unterlippe attraktive herpesblaeschen bildeten wurde daraus nichts und die ganze zeit alleine rumzupaddeln war mir dann auch zu bloede. Andere aktivitaeten gab es so gut wie kaum. Alternative bot das taegliche saufen, auf das wir aber auch kein bock hatten. Achja und da es auf der insel keine polizei gibt, herrscht dort ein drogenkonsum vom feinsten. Grass und pilze werden einem alle paar meter angeboten. Es wird mit schwarzen affenfischen, die du angeblich nach der einname sehen wirst, geworben und so kommen dir die einheimischen ein wenig benebelt vor. Der konsum von pilzen ist meines wissens nach aber in ganz indonesien legal, da es als naturdroge durchgeht.
Am abend erfuhren wir von einem angestellten, dass er momentan der einzige waere, der hier zustaendig waere, da alle bei ihrere familie seien und der boss ihn dazu verdonnert haette, den laden zu schmeissen. Ziemlich verpeilter nerviger typ. So sollte er am morgen unser fruehstueck zubereiten. Als wir ihn dann geweckt hatten, sich noch 2 andere hungrige zu uns gesellten und bereits 20min warteten, kam der herr mit der freudigen botschaft, dass ihm sogut wie alle zutaten fuers essen ausgegangen waeren. Nun gut was soll man machen. Nach einer halben stunde kam er dann mit fetttriefenden eierkuchen und tee angewatschelt. Gegen mittag rum sind wir ins meer ein wenig planschen gegangen und nach dem geschlendere danach, fing das salz auf der haut ziemlcih zu nerven an, also ab duschen. Nur hatten wir kein wasser, der strom sei ausgefallen, sowie am abend davor. Schon wieder kein wasser! Und der nervige typ konnte nicht den hauseigenen generator in gang setzen. Am abend erzaehlte uns der dann auch noch dass es morgen gar kein fruehstueck gaebe und wiederholte seinen satz, den er wahrscheinlich fuer ihn gepachtet hatte: „im so sorry, ja“. Nur tat er das so billig, dass ihm das kein schwein abgekauft haette. Wir waren genervt, da wir gerade den aetzenden fehltritt mit java hatten und das nun auf den inseln fortlaufen sollte. Wenn man eine scheiss unterkunft hat, ueber die man sich stundenlang aufregen koennte, macht das einem das geniessen und entspanen nicht gerade leichter und so waren wir bester dinge :D und rochen etwas unter den armen! Das einzige was wir also auf der insel machten, war essen. Es gab so viele leckere cafes in die man sich setzten konnte, nur waren die am wochenende zu, wegen ramadhan. Am samstagmorgen wachte ich aufgrund des klappernden fensters auf, da zuppelte majan auch schon an meinem arm und wollte mir ernsthaft erzaehlen, dass das ein erdbeben sei. Er meinte, er merke wie das bett wackel und der boden, ich hingegen merkte nichts, hoerte nur das fenster. Wir stuermten aus dem haus. Keiner war draussen und da stoppte es auch schon. Im nachhinein waren wir uns ziemlich sicher, dass es ein erdbeben gewesen sei und nicht wie ich anfangs dachte, der wind. In den nachrichten lasen wir dann, dass es eins war, mit einer staerke von 6,4 und ganz in der naehe. Das war unser erstes erdbeben und wir habens ueberlebt! Einige leute die wir kannten, hatten es im schlaf nichteinmal bemerkt.
Eine pleite folgte der naechsten und so beschlossen wir uns Montag frueh heimlich aus dem staub zu machen. Wir hinterlegten den aus unseren augen fairen preis fuer die unterkunft und schlichen gegen 6uhr frueh auf zehenspitzen aus dem haus. Als majan mich dann fragte, ob ich mir sicher sei, alles zu haben, schoss es mir durch den kopf: mein geliebter fotoapperat und die neue geile sonnenbrille liegen noch auf der kommode! Majan konnte es erst garnicht glauben, ist dann aber los. Ich war super nervoes und hoffte, majan gleich wieder zu sehen. Als majan dann kam, gings schnurrstrax zum boot. Wir verlissen die insel kurz nach sieben und wollten nach kuta bali. Erst ging es eine halbe stunde mit dem typischen holzboot nach bangsal, einem hafen in lombok. Wir saßen in der mitte und genossen den wunderschoenen klaren ausblick, vom meer, auf den ca. 3000m hohen vulkan und deren umliegende berge, welche von wolken umringt waren. Als ich in die andere richtung blickte, sah ich ganz hinten im boot einen junger indonesier, der den holzbalken umklammerte und nicht gerade freohlich vor sich hinbrach. Mit vollem rohr ins meer und dass als inselbewohner bei einer ruhigen fahrt. In bangsal liefen wir einige meter bis zum gebuchten bus. Wir hatten beschlossen wieder mit der organisation zurueckzufahren, mit der wir auch hingefahren sind, nur eine andere route, da die andere wegen ramadhan nicht moeglich war. Mit dem bus sind wir durch die berge, an der kueste lang in den sueden. Dort warteten wir eine halbe stunde, deckten uns mit obst und reis ein bis wir die faehre betraten. Ganze 4 stunden sollte die ueberfahrt dauern, war auch stinklangweilig und wirklich leckere kekse hatten sie auch nicht an bord um die sache etwas genuesslicher zu gestalten. Im hafen von bali, padang bai, angekommen, mussten wir ein stunde warten. Wir hatten zwar keinen hunger, beschlossen aber trotzdem etwas zu essen, wer weiss was kommt. Das mit dem essen stellte sich dann auch ganz praktisch herraus, weil wir in diesem engen kleinem bus, indem selbst meine knie den vordermann in ruecken piecksten noch weitere 4 stunden ausharren sollten. Voellig ubermuedet nach 13stunden gereise, versuchten wir in bali eine unterkunft zu finden, doch auch hier war alles ausgebucht. Zuletzt wurden wir in einer gasse fuendig. Wir sind mit der unterkuft ganz zufrieden und das anliegende restaurant ist auch super lecker und hat vernueftige preise. Nun wollen wir die tage bis zum abflug nach thailand am 30.09 mit surfen verbringen und es einfach nur geniessen, nicht soviel pannen zu haben.

♥Die glueckspilzkette wird tagtaeglich getragen, um dem ganzen etwas nachzuhelfen♥

Verfasst von: zuerni | September 10, 2009

Halo! Bali

Familienausflug mit dem Roller

Familienausflug mit dem Roller

Am Mittwoch sind wir also vollgepackt mit sieben sachen zum flughafen in darwin. Weil wir noch einige fragen bezueglich des gepaecks und rueckfluges hatten, sind wir vorm check-in zum service desk. Dort teilte man uns mit, dass wir einen vorweis brauchen, welcher besagt, dass wir indonesien verlassen oder wir koennen nicht in das land einreisen. Zum glueck waren wir ueberpuenktlich eingetroffen, sodass wir in den letzten minuten noch einen rueckflug nach australien buchen konnten. Dieser geht am 11. November und war ein wahres schnaeppchen (60EUR fuer uns beide). So sind wir dann puenktlich gestartet und nach zwei stunden flug erreichten wir nachts bali, denpasar. Als naechstes ging es zum visa schalter und auf dem weg weg dorthin wurde eindeutig mit der todesstrafe gegen drogenhandel gewarnt. Ansonsten war der flughafen mit ziemlich vielen staturen und verzierungen geschmueckt. Am schalter mussten wir 25 US$, ca 40 EUR fuer 30 tage indonesien zahlen und konnten unser gepaeck abholen. Wieder vollbepackt ging es richtung ausgang. Bereits auf dem weg ins freie war wechselstube an wechselstube gereiht. Vor jeder stube lagen die traditionellen opfergaben und hinter jedem fenster befanden sich winkende, grinsende balinesen, die einen zu den wechselstuben locken wollten. Wir haben fuer 45EUR ungefaehr 165,000 indonesische rupiah erhalten. Im freien angekommen, standen hinter einer abgrenzung mehr als 50 menschen, die alle schilder mit namen hochhielten. Wir hatten beim balicamp (www.surfcamp.at) eine woche imvorraus gebucht, was auch das abholen vom flughafen beinhaltete. Nach 5 minuten erbittertem suchens hatten wir unsere namen entdeckt und wurden freundlich begruesst. Schon vor dem losgehen zum parkplatz, hatten sich zwei balinesen ganz flink das gepaeck unter den nagel gerissen und brachten es zum auto. Am auto angekommen verlangten sie geld. Wir schnallten majans bretter aufs dach und fuhren zum camp. Majan saß vorne, ich hinten. Als ich vergeblich nach dem anschnallgurt suchte, erklaerte mir der fahrer, dass es keine sicherheitsgurte auf der ruecksitzbank gaebe, denn diese gebe es nur auf den vorderen sitzen, dass sei so. Nagut, dachte ich mir und kurbelte das fenster runter. Auf der fahrt ins camp hatte ich schon etwas schiss weil das gedraengel, hupen, lichthupen und auffahren so doll ist, dass man sein auto breiten- und laengenmaessig echt gut kennen sollte. Auffaellig waren die vielen werbeplakate auf den groesseren strassen. In den kleineren strassen, was wir eher als gassen bezeichnen wuerden, bietete sich eine reihe von gut besuchten nachtlokalen und cafes. Nach ungafaehr einer halben stunde fahrt erreichten wir dann das camp. Beim einchecken, goennte sich majan gleich das beruehmte lokalbier „Bintang“. Ein pilsner und ich muss sagen sehr lecker. Wir kannten das bier nur zu gut, da unmengen von australiern, die bali als ihr mallorca sehen, diese biermarke auf shirts und hosen tragen. Nach der einweisung wurden wir zu unserem bungalow (nr.9) gebracht. Von den zwei etagen sollte uns die obere gehoeren. Balkon mit blick aufs camp, der pool und das moskitonetz behangene ehebett waren die ersten schoenen eindruecke. Mit zwei neuen echt leckeren bintangs waren wir dann noch eine kleine runde laufen, um uns etwas umzusehen. Direkt um die ecke ein tempel. Ganz schoen muede gingen wir ins bett. Am naechsten morgen regnete es, wir guckten aus dem fenster und was sahen wir da? Eine baustelle mit baggern, na schoene scheisse. Zum glueck sieht man aus dem anderem fenster nur bambus und die baustelle war dann auch nicht allzu laut. Als wir dann zum fruehstueck sind, war kaum jemand da, weil alle surfen waren. Man kann sich in dem camp fuer geld in bestimmte surfgruppen einteilen lassen. Jede gruppe hat seinen eigenen guide, der die richtigen spots und deren zeiten fuer die gruppe(1-3 leute) kennt. Hohe tide ist frueh am morgen gewesen, sodass die gruppen bereits ab 6uhr zu den surfspots gefahren werden. Das fruehstueck war etwas enttaeuschend. Weisses toast, marmelade, obst, chemokaese, tomate, zweibeln, kaffee und tee. Beim fruehstuecken gesellten sich dann zwei koellner maedels zu uns. Waehrend des gespraeches erfuhren wir, dass man sich ruehrei, omlett, eierkuchen und balinsesisches fruehstueck ordern kann. Mein magen fing in den gedanken an das morgige fruehsteuck schon leicht zu huepfen an. Unser plan war es ersteinmal rumzulaufen und zu gucken. So sind wir am strand entlang, der von braunen sand bedeckt war. Am strand verteilt, lagen etliche zertstoerte opfergaben. Genaueres kommt spaeter. Wir sind an vielen hotelanlagen vorbei, die direkt bis an den strand gebaut sind. An jeder anlage sind mehrere security maenner, die fuer sicherheit sorgen sollen und seit den bombenanschlaegen auf bali eingesetzt werden. Nach dem strand ging es zum supermarkt, essen bestaunen. Eigentlich kaum merkwuerdige sachen, viele importierte sachen aus australien, leibniz keckse und dazwischen die einheimischen produkte fuer wenig geld. Besonders gut gefiel mir der supermarkt aufgrund der bonbons, die man beim bezahlen an der kasse bekommt. Grund dafuer ist das fehlende wechselgeld. Fuer 1€ bekommt man ca. 15.000,00 IdR (Indonesische Rupiah) und da ein wechselgeld von 250 IdR nichts wert ist und demnach nicht existiert, gibt’s bonbons diverser geschmaecker fuer mich, denn dem majan mundets nicht. Am spaeten nachmittag war majan dann das erste mal auf bali surfen und hatte spass. Der tag endete mit einem hammer abendessen (im unterkunftspreis mitinbegriffen), welches von der indonesischen hauskoechin gezaubert wurde. Freitagmorgen sind wir frueh aufgestanden, da majan sich fuer das surfguiding eingetragen hatte und 7uhr auf der matte stehen sollte. Ich hatte gefragt, ob genug platz im auto sei, hatte mir die gute kamera geschnappt und bin mit ins auto. Mit schnulziger spicegirls musik waren wir nach einer halben stunde am spot und im gegensatz zu dem touristrand vom vortag ein reiner segen. Vier kleine holzhuetten boten sitzgelegenheiten, sowie essen und trinken fuer die einheimischen und wenigen surfer am strand. Praktisch wie leergefegt um diese uhrzeit und ringsherum eine herrlich tropische landschaft, abgesehen von all dem muell und dreck ueberall. Nach zwei stunden surf fuhren wir an reisfeldern, welche mit etlichen strohpuppen bestueckt waren entlang, sahen grasende huebsche wasserbueffel, heftige schlagloecher, obststaende, sehr viel muell, eine unglaublich gruene landschaft, familien mit vier personen auf einem roller, beeindruckende Tempel, viele strassenstaende und ulkige drachen in der luft auf dem weg zurueck ins camp. Dort wurden wir mit einem frischgepressten saft und sehr dickem fruehstueck begruesst und kein wunder warum es am vortag kaum fruehstueck gab, denn die zielgruppe surfer, stuerzt sich erst gegen mittag nach einem guten surf aufs ausgesprochen leckere fruehstueck. Bis zum nachmittag hin wurde gechillt, geschlafen und sonstwas angestellt. Um 16uhr ging es aufgrund des 10-jaehrigen jubilaeums und aufgrund des drecks zum strandsaeubern. So sind ungefaehr 30 leute mit handschuhen und muelltueten bewaffnet den strand entlang, wo majan bereits am morgen surfte und versuchten soviel dreck wie moeglich mitzunehmen. Dies ist aber bei solchen mengen an muell kaum zu schaffen gewesen und somit beschloss rudi, der eigentuemer des camps, das aufraeumen oefters in angriff zu nehmen. Die einheimischen hatten sich herzlichst bedankt, jedoch nur zugeschaut und das fehlende bewusstsein vieler einheimischen fuer eine saubere insel ist das groesste problem hier in bali. Nach dieser guten tat stand die cocktailnight bevor. Etwas angeschwipst hatte ich mich dann dazu entschieden in die nachtszene hineinzuschnuppern und fazit war, ich hatte spass. Samstag war mir aber schon ganz anders zumute. Die zwei koellner maedels, die keinen spass am surfen gefunden hatten, wollten auf der oestlichen seite (Sanur) schnorcheln gehen und nach kurzen hin und her, sind majan und ich mit an bord gesprungen. Mit einem guenstigen taxi haben wir uns den weg nach sanur gebahnt. Dort angekommen, verhandelten wir fuer umgerechnet 14euro einen schnorchelgang. Mit dem kleinen glasbodenboot sind wir zu viert hinter die wellen, nur konnte ich das nicht wirklich geniessen, da mir unentwegt schlecht wurde. Im wasser ging es dann wieder etwas besser und ich konnte mich auf die unterwasserwelt konzentrieren. Die korallen waren um die zwei meter unter uns und durch die aufgewuehlte see nicht glasklar zu erkennen, aber dafuer waren die vielen schoenen fische umso bunter und erwaehnenswerter. Nach der fahrt, hatten wir uns am strand in einem einheimischen lokal niedergelassen. Majan probierte indonesische kueche, waehrend ich mit meinem bananasaft kaempfte. Auf der rueckfahrt wurde mir letztendlich so schlecht, dass ich mich am zielort in einen kleinen bach neben der hauptstrasse von saemtlichen mageninhalten befreien konnte. Dann gab es auch schon abendbrot. Fuer den kommenden tag, stand ein tagesausflug fuer 10euro vor der tuer. Abfahrt war um neun und der erste stopp war ein hindutempel, welcher von ca. 400 affen heimgesucht wird. Mir waren die affen etwas gespenstig, doch bei majan kramten sie allesamt in der fototasche rum, benutzten ihn als eine art kletterburg und da es sich anbot, wurde gleich einmal der kopf nach laeusen durchstoebert. Von unserem leiter haben wir erfahren, dass die menschen auf bali dreimal taeglich opfergaben ablegen und dies koennen sie ueberall tuen, wo sie der meinung sind, es sei ein guter ort dafuer und so sieht man auf ganz bali an jeder ecke in jeder strasse hindus mit ihren opfergaben. Etwas informiert und entlaust ging es nach ubud, dem kulturellen kuenstlerischen zentrum balis. Wir tummelten uns auf dem stinkenden markt herum, fanden ihn dennoch sehr schoen und preiswert. Ohne kauf sind wir zu einem der vulkane, um am fusse und am see bei traditioneller kueche den ausblick zu geniessen. Wieder weiter, der naechste halt war ein gewuerzgarten mit kaffee-, kakao-, aloe- und ananaspflanzen, sowie vielen anderen. Eine genuessliche tasse kakao, kaffee oder tee ging aufs haus uns stellte auch den letzten muffel zufrieden. Im anschluss daran ging es wieder zu einem oeffentlichen tempel, bei dem das quellwasser das besondere war. Viele balinesen pilgern jaehrlich aufgrund des heiligen wassers zu diesem tempel. Man muss sich das als riesiges 4x16m becken vorstellen, welches mit etlichen verzierungen in stein gehauen ist. Das quellwasser kommt aus loechern in der wand. Jede dieser „duschen“ ist mit einer balinesischen schrift versehen. Diese steht fuer die jeweilige wirkung des wasser, beispielsweise fuer die heilung einer krankheit, den segen fuer den hausbau, die schwangerschaft und so weiter. Danach zum naechsten und auch letzten ziel, ein tempel. Um zu dem tempel zu gelangen, mussten wir viele stufen an beeindruckenden reisfeldern, die von palmen umringt waren, hinabsteigen. Zu unserem glueck fand dort eine zeremonie statt, die meist mehrere tage dauert und sahen traditionell gekleidete, freundliche frauen, kinder und maenner. Die frauen trugen riesige, schmuckvoll dekorative obsttuerme auf ihren koepfen die treppen runter und dann wieder rauf, wobei die maenner die mueden kinder in den armen hatten. Grund dafuer ist, dass die frau den goettern viel naeher steht , dadurch die opfergaben zubereiten muss und auch viel mehr arbeitet als der mann. Die aus essen bestehenden opfergaben werden vor dem altar niedergelegt und im anschluss mit nach hause genommen und dann gegessen. Direkt haben wir das nicht gesehen, weil wir aufgrund der zeremonie nicht dazu befugt waren, in den tempel zu treten. Auch wissen wir jetzt, dass gelb und weiss die heiligsten farben sind.
Ab Montag hatten wir uns einen roller ausgeliehen, womit es mit surfbrett in den sueden der insel ging. In der ersten halben stunde hatte ich enormen schiss und dachte ich kolabier jeden moment. Da majan aber die ganze sache souveraen gemeistert hat, ist das mittlerweile ein mordsgaudi, wenn man von den vielen abgasen absieht.
Gestern sind wir dann vom teuren surfcamp in ein losmen, vergleichbar mit einer pension, gezogen und haben ein schoenes zimmer mit bad, balkon, billigen bier und vielen schoenen pflanzen, sowie fruehstueck aufs zimmer fuer 6,50€. Ein wahres schnaeppchen! Nach dem umzug sind wir in die hauptstadt balis (denpasar) gefahren, um uns den groessten markt anzusehen. Vom hocker gerissen hatte der uns nun aber nicht gerade. Der markt war in einem dreistoeckigem gebaeude, was reudig roch und nachdem ich ein kleid anprobiert hatte, rannte und eine flipflop-schluerfende alte dame hinterher und wollte uns irgendein scheiss andrehen. Nach der flucht sind wir nach 15 minuten fussmarsch beim tiermarkt angekommen. Ich hatte das im reisefuehrer gelesen und so beschlossen wir uns einen ueberblick ueber den legalen tierhandel in bali zu verschaffen. Es gab tausende voegel, hamster, maeuse, huehner und haehne, katzen in super kleinen kaefigen aufeinandergequetscht. Einen affen kriegt man fuer 25 euro, eine fledermaus fuer 15euro und die preise sind nichteinmal verhandelt. Denn unsere bisherigen einkaeufe hat majan immer locker um 75% herunterhandeln koennen. Die kroenung des ganzen waren aber die suessen kleinen hundebabies, die teilweise bis zu sechst in einem gitterkaefig zusammengekauert lagen. Fotos folgen !

Der plan fuer die weiterreise ist folgender:

Wir haben uns bis Sonntag den roller gemietet (pro tag 2€). Am Montag fahren wir nach java, wo wir dann bis zum 1.oktober sein werden.
Am 1.oktober fliegen wir nach thailand. Dort werden wir uns wahrscheinlich in phuket aufhalten.
Nach ca. einer woche thailand fliegt majan nach padang (sumatra), um dort im hafen auf die sama sama zu gehen. Majan wird dann 12 tage auf der sama sama leben und wie ein beklopter surfen und spass haben.
Ich werde mich wahrscheinlich die 12 tage weiterhin in thailand aufhalten, mir die sonne auf den buckel scheinen lassen.
Am 26./27. oktober werde ich meinen flug nach bali antreten, wo ich dann auf majan treffen werde. Von da aus haben wir noch gute 2 wochen in bali.
Am 11.november werden wir gegen abend rum unseren bereits gebuchten flug zureuck nach ausralien(darwin) antreten.

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